CAB "Augenblicke"

Wir unterstützen seit 1933 als Selbsthilfeorganisation blinde, stark sehbehinderte und taubblinde Menschen auf ihrem Weg. Seite an Seite begleiten wir sie im Alltag und bringen Bewegung und Licht in ihr Dunkel: mit Sport- und Weiterbildungskursen, Blindenbibliotheken und über die regionalen Sektionen mit Beratung zu Hause: in der langen Zeit seit unserer Gründung konnten wir schon Tausenden zu neuem Lebensmut verhelfen.

Aber unsere Arbeit ist noch lange nicht getan: Unser Ziel ist es weiterhin, alle stark Sehbehinderten, Blinden und Taubblinden zu motivieren und zu fördern, damit sie möglichst lange ein Leben in Selbstbestimmungen führen können.


Unterstützen Sie uns mit einer Spende.



Taubblind sein heisst abgeschnitten zu sein - von allem

Was es bedeutet, in völliger Stille und Dunkelheit zu leben

 

Halten Sie einmal einen Moment inne, schliessen Sie Ihre Augen und halten Sie sich gleichzeitig die Ohren zu. Wie lange halten Sie diesen Zustand aus? Nicht sehr lange vermutlich. Für taubblinde Menschen ist dies jedoch ein Dauerzustand. Die Tragik eines solchen Schicksals lässt sich kaum simulieren und ist nur schwer vorstellbar. Die Schweizerische Caritasaktion der Blinden (CAB) hilft taubblinden Menschen, ihre Grundbedürfnisse wahrzunehmen und setzt sich für ihre Anliegen ein.

 

Ein Schicksal, das einem aus der Bahn wirft

 

Margrit ist von Geburt an gehörlos und Mutter zweier kleiner Kinder. Sie hat ihr Leben bis jetzt gut gemeistert. Doch plötzlich beginnt sich auch ihr Augenlicht rapide zu verschlechtern. Hören konnte sie ihre Kinder noch nie. Und jetzt auch noch der Verlust des Augenlichtes? Für Margrit bricht alles zusammen: „Wie kann ich für die Kinder, in diesem Zustand noch eine gute Mutter sein?“ fragt sie sich. Über eine Freundin erfährt sie von der CAB Beratungsstelle. Margrit strahlt, wenn sie von dem ersten Treffen mit dem CAB Berater erzählt: „Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht mehr ein und aus. Aber der nette Mann hat es geschafft, mir in kürzeste Zeit die Angst zu nehmen. Während dem Gespräch wurde mir bewusst, dass nicht alles vorbei ist und es Wege gibt, wie ich mich weiterhin um meine Kinder kümmern kann“.

 

Die CAB hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit Margrit so viel Unterstützung wie möglich bekommt: Ämter wurden angeschrieben, Spendengelder gesucht und zusätzliche Unterstützung für die Betreuung der Kinder organisiert. In den CAB Kursen lernte sie die Taubblindensprache „Lormen“ und mit der Zeit lernte sie auch die „Braille-Punktschrift“ – das Alphabet für Blinde – das sich über die Finger lesen lässt. Für Margrit aber war das Wichtigste, dass sie jederzeit jemanden zum Reden hatte, der ihre Situation nachvollziehen konnte und der ihr bei all ihren Sorgen und Ängsten konkrete Lösungen aufzeigen und sie auch seelisch unterstützen.

Ich spende, damit die CAB blinde und taubblinde Menschen zuhause beraten kann

Seit es Smartphones gibt, hat sich einiges für blinde und sehbehinderte Menschen geändert. Viele können sich sogar nicht mehr vorstellen, ohne ein iPhone und den hilfreichen Apps leben zu können.

 

Nützliche Apps wie z.B. local.ch oder der SBB Fahrplan erleichtern den Alltag massiv, da das Gerät jederzeit benutzt werden kann. Man ist nicht mehr an zu Hause und den Computer gebunden, sondern kann sich freier bewegen und unterwegs Informationen z.B. per VoiceOver-Funktion abrufen.

 

Aber ein stets präsentes Thema bei blinden und taubblinden Menschen ist und bleibt die Gefahr der Isolation. Neue Technologien können blinden, taubblinden und sehbehinderten Menschen dabei helfen, soziale Kontakte zu pflegen und sich selbstständiger und unabhängiger zu bewegen. Bei all der technologischen Entwicklung darf aber die Menschlichkeit nicht auf der Strecke bleiben.

 

Eine dankbare Spenderin, deren Vater kürzlich erblindet ist, hat uns erzählt, dass selbst die beste Technik eine persönliche Begegnung oder Beratung durch die CAB nicht ersetzen kann. Sie war so dankbar, dass wir den Vater zu Hause besucht haben und mit ihm und der Familie zusammen sein weiteres Leben planen konnten.

 

Die Arbeit unserer Berater vor Ort ist wichtig. Damit wir unsere Beratungen bei den blinden und taubblinden Menschen in ihrem Zuhause weiterhin durchführen können, sind wir auf Spenden angewiesen. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung.

 

Spenden:

Schweizerische Caritasaktion der Blinden (CAB)

Spendenkonto PC 80-6507-7

IBAN CH05 0900 0000 8000 6507 7

www.cab-org.ch

 

Rufen Sie uns an, wenn Sie Fragen haben und Hilfe benötigen. Wir kommen gerne bei Ihnen vorbei. Telefon 44 466 50 60.

Beratung – schnell – unkompliziert – kompetent.

 

 

Zürcher Silvesterlauf 2015

Am Sonntag, den 13. Dezember, laufen sehbehinderte, hörsehbehinderte und Normalsehende für die CAB mit. Es ist faszinierend zuzuschauen, wie sich Blinde und Hörsehbehinderte mit ihren Begleitern am Lauf sicher und zielgerichtet bewegen.

 

Stadtrat Gerold Lauber, Vorsteher des Schul- und Sportdepartements der Stadt Zürich, hat sich auch in diesem Jahr zur Verfügung gestellt und rennt für die Blinden und Sehbehinderten sowie Taubblinden mit. Wir danken allen Teilnehmenden.

 

Wollen Sie sich auch beteiligen? Wir freuen uns auf die Kontaktaufnahme unter Telefon 044 466 50 60.

 

Hilfe, mein Vater sieht und hört praktisch nichts mehr

Anna war 58 Jahre als, als ihr Vater sie nicht mehr sehen und ihr nicht mehr richtig zuhören konnte.

 

„Schon seit einer Weile musste ich ihm alles vorlesen, da er nicht mehr gut hörte. Auch sprach ich immer lauter mit ihm. Aber jetzt sieht und hört er fast nichts mehr. Ins Altersheim will er nicht gehen. E liebt sein Zuhause. Ich war ziemlich verzweifelt“.

 

Zum Glück fand Anna bei der Schweizerischen Caritasaktion der Blinden (CAB) rasch und unkompliziert Hilfe. Die Berater der CAB kommen zu den betroffenen Personen und deren Familien nach Hause. Unser „normales“ Kommunikationsmittel, die Sprache, ist in diesem Falle nicht mehr möglich. Der Berater empfahl den Betroffenen, einen Kurs im Lormen zu besuchen. Diese Kommunikationsform für Taubblinde ist einfach zu erlernen.

 

Beim Lormen wird jedes Wort Buchstabe für Buchstabe in die Hand des Taubblinden getippt. Den Buchstaben sind bestimmte Punkte und Striche auf der Hand und auf den Fingern zugeordnet.

 

Am Anfang war die Verständigung mühsam. Aber jetzt unterhalten sich Vater und Tochter sowie die Enkelkinder sehr gut miteinander. „Ich bin so froh, dass es die CAB gibt. Wir haben fast für jedes Problem eine Lösung gefunden. Mein Vater kann weiterhin selbständig in seiner Wohnung bleiben.“

 

Das hören wir immer wieder. Das breitgefächerte Angebot unserer Beratungsleistungen wird von den blinden, sehbehinderten und taubblinden Menschen sehr geschätzt. Die CAB und ihre Beraterpersonen kümmern sich um jedes Anliegen. Das unterscheidet unsere Dienstleistungen von anderen Blindenorganisationen, welche sich auf ganz bestimmte Themen fokussiert haben.

 

Die CAB ist stark in der praktischen Lebenshilfe. Was verstehen wir darunter? Der PC einer blinden Person funktioniert nicht mehr. Ein neues Programm muss installiert werden. Oder eine schwer hörsehbehinderte Person kann nicht mehr selbständig einkaufen, da die Sehbehinderung plötzlich schwerwiegender geworden ist. Dann werden unsere Berater um Hilfe angefragt <s>werden</s>. Diese helfen rasch und unkompliziert, indem sie die um Ratsuchenden sofort an die richtige Stelle verweisen.

Die Beratungsleistungen der CAB sind einzigartig in der Schweiz.

Auch Blinde "lesen" gerne

Für Erika Kuhn gibt es nicht schöneres, als Zeit mit ihrer 5-jährigen Enkelin zu verbringen. Doch lange wusste Erika nicht, was sie mit ihrer Enkelin unternehmen sollte. Durch ihre schwere Sehbehinderung fühlte sie sichunsicher und war mit dem quirligen Energiebündel überfordert. „Gemeinsame Ausflüge waren nicht möglich, ich hatte grosse Angst, dass der Kleinen etwas passiert“, erzählte mir Erika. Doch eines Tages kam die Familie zu Besuch und Erika hörte sich gerade ein Märchenhörbuch an. Die Kleine setzte sich sofort auf ihren Schoss und lauschte gebannt der Geschichte. Für Erika war das einer der schönsten Momente, denn endlich hatten sie eine gemeinsame Freizeitbeschäftigung gefunden, bei der ihre Sehbehinderung überhaupt keine Rolle spielt.

 

Über 600 Personen leihen sich pro Jahr ca. 4’000 Titel in unserer Blindenbibliothek in Landschlacht aus. Unser Angebot umfasst 12’500 Hörbücher und wir haben Zugriff auf 40’000 Titel aller Hörbüchereien im deutschsprachigen Raum.

 

Unsere zwei Blindenbibliotheken erfüllen eine wichtige Rolle für Blinde und Sehbehinderte.

Das Hirn trainieren

Marco d’Ambrosio ist mit 20 Jahren nach einer medizinischen Fehldiagnose erblindet. Er hat früh gelernt, sich in seinem Leben zu behaupten. Aus- und Weiterbildung sind wichtige Pfeiler in seinem Leben. „In den Kursen der CAB treffe ich Personen, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich. Ein Austausch mit ihnen gibt mir Kraft und Sicherheit. Im kürzlich besuchten Schachkurs von der CAB konnte ich mein Gedächtnis nachhaltig trainieren. Ich muss stets wissen, wo ich meine Dinge deponiere oder wie viele Schritte ich machen muss, damit ich mich in der Küche zurecht finde. Alles muss immer am selben Ort hinterlegt werden.“

 

Die vielfältigen Kurse kosten Geld. Die CAB bietet die Kurse unter dem Selbstkostenpreis an. Viele blinde und sehbehinderte Menschen verfügen über ein geringes Einkommen. Auch Marco D’Ambrosio muss mit bescheidenen finanziellen Mitteln auskommen. „Ich arbeite tatkräftig in der Sektion Zürich der CAB mit und kenne die Bedürfnisse und Wünsche unserer Sektionsangehörigen sehr gut. Die vergünstigten Kurse müssen unbedingt weitergeführt werden, da viele sonst die Kurse nicht mehr bezahlen könnten.“

 

In allen Kursen wird gezielt die selbständige Lebensführung und die psychische sowie physische Verfassung des Einzelnen gestärkt. Die Lebensfreude und ein besseres Lebenswertgefühl begleitet alle Kursteilnehmer nach Hause, wo sie das Gelernte anzuwenden wissen.

 

Darum sind wir auf Unterstützung angewiesen.

 

Dafür stehen wir

  • Führung von zwei Blindenbibliotheken in Landschlacht und Collombey
  • Durchführung von Kursen für blinde, sehbehinderte und taubblinde Menschen
  • Beratung und Begleitung von blinden und taubblinden Menschen zuhause
  • Miteigentümerin des Internationalen Blindenzentrums in Landschlacht
  • Austausch und Sinnfindung in 7 Sektionen in allen drei Sprachregionen

 

Rufen Sie uns an, wenn Sie Fragen haben und Hilfe benötigen. Wir kommen gerne bei Ihnen vorbei. Telefon 44 466 50 60.

Beratung – schnell – unkompliziert – kompetent. 

Vielseitige Hör- und Lesefreuden

In unserer Hörbücherei in Landschlacht leihen wir rund 10'000 Bücher pro Jahr an unsere blinden, sehbehinderten sowie hörsehbehinderten Mitglieder aus. Bücher sind ein wichtiger Beitrag an eine verbesserte Lebenssituation für blinde und sehbehinderte Menschen. Der gesamte Hörbuchbestand beträgt rund 14'000 Hörbücher und gegen 5'200 Bücher in Punktschrift.

 

Im Jahr 2003 entschied der Vorstand der Schweizerischen Caritasaktion der Blinden (CAB), die beiden Studiokabinen in der Blindenbibliothek Landschlacht für die digitale Hörbuchproduktion umzurüsten. Als Produktionsformat wurde DAISY (Digital Accessible Information System) gewählt, ein weltweit in der Blindenmedien-Szene etablierter Standard. Dieser Standard bietet den Hörerinnen und Hörern die Möglichkeit, im Hörbuch nach Seiten und Struktur der Buchvorlage zu navigieren, Lesezeichen zu setzen u. a. m.

 

Zwischenzeitlich wurde der DAISY-Standard stetig weiterentwickelt, um Produktion und Handling der Hörbücher weiter zu verbessern. Aus diesem Grund und weil die seit zwölf Jahren eingesetzte Produktionssoftware “Lp Studio/Pro“ unter Windows 7 nicht lauffähig ist, entstand die Notwendigkeit, die gesamte Produktionsschiene zu aktualisieren.

 

Wir haben uns daher entschieden, für die Produktion von DAISY-Hörbüchern künftig “OBI“ einzusetzen, eine vom DAISY-Konsortium entwickelte und für deren Mitglieder kostenlose Applikation. Parallel dazu ist es unumgänglich, die in die Jahre gekommenen Windows-XP-Rechner der beiden Studiokabinen sowie eines Arbeitsplatzes für die Vor- und Nachbearbeitung der Hörbücher zu erneuern.

 

Um die Stabilität und Zuverlässigkeit des Systems zu erhöhen ist es mehr als sinnvoll, neben der Erneuerung von Soft- und Hardware auch die Gerätekette zwischen Sprecher und Computer zu ersetzen. Denn das Aufnahme-Equipment – Digital/Analog-Wandler, Kopfhörer, Headset und Mikrofone – steht seit Jahren im Dauereinsatz. Darüber hinaus ist die BBL mit dem wachsenden Output an Hörbüchern und den seit zwei Jahren für Partnerorganisationen produzierten Audiozeitschriften mit ihren zwei Studiokabinen an ihre Kapazitätsgrenze gestossen. Um weiterhin einen reibungslosen und fristgerechten Betrieb garantieren zu können, sollte deshalb dringend ein zusätzlicher portabler Aufnahmeplatz eingerichtet werden.

 

Für die Umsetzung dieses Projektes sind wir auf Spenden angewiesen.

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Spenden:

Schweizerische Caritasaktion der Blinden (CAB)

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Ferien für Blinde und Taubblinde

Es ist schwierig, sich vorzustellen, nichts, fast nichts zu sehen oder sogar nichts zu hören und zu sehen. Stellen Sie sich einmal vor, Sie müssten alleine das Tram finden und den Zug zu nehmen. Sie steigen aus und kennen sich nicht aus, können nicht einfach an den Informationsschalter gehen und sich erkundigen, wo das reservierte Hotel sich befindet.

 

Gemeinsam verschiedene Aktivitäten erleben

 

Unser Kurs „Gemeinsam verschiedene Aktivitäten erleben“  ist für Personen jeden Alters. Es werden gemeinsame Wanderungen, Besichtigungen und Schifffahrten angeboten. In den individuellen Programmteilen wird Reiten, Tandem fahren, Gymnastik, Wassergymnastik und Wassersport angeboten. Im Internationalen Blindenzentrum am Bodensee (IBZ) sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestens aufgehoben, weil das Zentrum für sie bestens ausgerüstet ist.

 

Auch der Austausch untereinander ist ein wichtiger Bestandteil des Angebotes, denn so erfahren sie, wie Menschen mit derselben Behinderung leben und mit ihr fertig werden.

 

Viele Menschen mit einer Behinderung verfügen über nicht viele Geldmittel, darum sind wir auf Spenden angewiesen, um diese Menschen zu unterstützen. Vielen Dank.

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Information:

Tel. 044 466 50 60

Info[ad]cab-org[dot]ch

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Postkonto: 80-6507-7

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Eine Freude bereiten

Barbara Trudel arbeitet bei der CAB Blindenbibliothek in Landschlacht. Sie ist selbst schwer sehbehindert und verschickt pro Jahr über 8'000 Hörbücher an gut 1’000 Sehbehinderte. Die Hörbücher sind kostenlos für die blinden, sehbehinderten und hörsehbehinderten Menschen.

Bereiten Sie sich und einem blinden, sehbehinderten oder hörsehbehinderten Menschen zu Weihnachten Freude

 

Das Angebot an literarisch hochstehenden Hör- sowie an Fach- und Sachbüchern ist sehr klein. Bei den Hörbüchern aus den kommerziellen Verlagen handelt es sich um gekürzte Fassungen. Die CAB produziert Hörbücher für blinde und sehbehinderte Menschen in ungekürzter Form. Wir vertonen literarische Hör-, sowie Sach- und Fachbücher. Diese Segmente sind verglichen mit Bestsellerromanen für Verlage zu wenig interessant. Umso wichtiger sind sie für blinde und sehbehinderte Menschen, denen wir damit eine Weiterbildung ermöglichen. Wir produzieren pro Jahr gegen 200 Bücher.

 

Schenken Sie eine Buch-Patenschaft und ermöglich Sie damit blinden, sehbe-hinderten und hörsehbehinderten Menschen den Zugang zu Büchern.

Mit 50 Franken unterstützen Sie eine Buchproduktion.

Mit 100 Franken können 5 Buchseiten in ein Hörbuch umgesetzt werden.

Mit 150 Franken ermöglichen Sie rund 4 Stunden Buchaufsprache.

Ein kleines Buch kostet 2'500 Franken.

 

Jetzt spenden oder eine Buchpatenschaft übernehmen.

 

Spenden:

Schweizerische Caritasaktion der Blinden (CAB)

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Illse Ferrari
Illse Ferrari

Zum Glück lebe ich heute

Die Mutter von Karl Thoma hatte während ihrer Schwangerschaft Röteln. Aus diesem Grund ist Karl Thoma von Geburt auf sehbehindert mit einem Sehrest von 10%. Vor gut 70 Jahren Jahren war die Gesellschaft noch nicht so offen für Menschen mit einer Behinderung wie heute. Die Behinderung wurde damals oft als ein Makel betrachtet. Dabei konnte doch niemand etwas dafür. Weder die Mutter noch der Knabe.

 

Mit grosser Leidenschaft hat er die Schule besucht und die Handelsschule mit Erfolg abgeschlossen. Er war immer der einzige Schüler, welcher eine Seh- und Hörbehinderung hatte.

 

In den 70iger Jahren ist er zuerst am rechten Auge praktisch erblindet und 10 Jahre später auch noch am linken Auge. Im Alter von 60 Jahren kam noch eine Hörbehinderung dazu.

 

Nie aufgeben war sein Credo

 

Nach der Handelsschule hat er über acht Jahre bei der Zürich Versicherung gearbeitet. Da hat er Korrespondenzen ab Diktiergerät mit Links erledigt. Aber grosse Befriedigung haben ihm die selbst entworfenen Briefe gegeben.

 

Nach dieser Zeit war er über 30 Jahre bei der IV tätig. So hat er vielen Menschen eine berufliche Zukunft ermöglicht.

 

Seit 2001 ist Karl Thoma pensioniert. Die Elektronik hatte Einzug gehalten und man befand damals, dass er dazu nicht mehr geeignet war.

 

Alle Tage sind ausgefüllt

 

Trotz seiner Hörsehbehinderung ist Weiterbildung für Karl Thoma wichtig. Gerne liest er nach dem Frühstück in Ruhe seine Zeitung mit dem Computer. Da ist er gut eingerichtet. Leider kann er nicht sehr lange lesen, da es mit dem kleinen Sehrest  einfach zu anstrengend ist. Aber er will gut informiert sein und wissen, was rund um ihn alles passiert.

 

Das IPhone findet er einfach toll. Die Beratungsleistungen der CAB sind sehr wichtig für ihn. Durch die Beratung hat er den notwendigen technischen Support erhalten.

 

In der Sektion der CAB in St. Gallen findet er das, was er sucht. Er schätzt die Gottesdienste, welche für blinde und taubblinde Menschen durchgeführt werden. Auch an den Ausflügen nimmt er stets gerne teil. Es könnten ruhig mehr sein, meint er.

 

Fremde Sprachen sind zum Lernen da

 

Ganz besonders hört er gerne Radio. Mit Radio Bukarest hat er ungarisch gelernt. Am Anfang verstand er gar nichts, aber mit der Zeit erkennte er die einzelnen Wörter und konnte sich einen Sinn darunter vorstellen. So hat er mit Freude und Interesse mehrere Sprachen erlernt.

 

Er meint, dass „es Institutionen wie die CAB dringend brauche, damit Menschen mit einer Hörsehbehinderung rasch und sicher Beratung und Hilfe erhalten. Auch in Zukunft.“

 

Beratung – schnell –

unkompliziert – kompetent.

Rufen Sie uns an, wenn Sie Fragen

haben und Hilfe benötigen.

Wir kommen gerne bei Ihnen vorbei

und beraten Sie: Telefon 044 466 50 60.

 

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Illse Ferrari
Illse Ferrari

Das Geheimnis des Glücks

Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird selbst glücklich. Das Zitat ist von André Gide, Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger.

 

Das Wort Geheimnis hat unterschiedliche Bedeutungen. Ein Sprichwort sagt, Reden ist Silber und Schweigen ist Gold. Psychologen und Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Reden Gold ist und Schweigen Blei. Ja, wie ist dies jetzt zu verstehen? Ein Beispiel: Es gibt grosse und schlimme Geheimnisse, die einen Menschen belasten. Ein Verbrechen. Solche Geheimnisse können und werden körperliche und seelische Wunden hervorrufen.

 

Kleine Geheimnisse sollen alle Menschen haben. Es kann auch eine Lebensbereicherung sein. Dina Krämer-Tix ist schwer hörsehbehindert. Seit vielen Jahren besucht sie die Kurse der CAB für Taubblinde im Internationalen Blindenzentrum in Landschlacht. Sie ist verheiratet und kennt das Geheimnis einer guten Partnerschaft sehr gut. „Manchmal ist es gut, wenn der Partner nicht alles weiss“. Kleine Geheimnisse können eine Ehe am Leben erhalten.

 

Mit einem Eimerchen das Meer ausschöpfen?

 

Es wird erzählt, dass einst Augustinus, ein gelehrter Kirchenvater,  am Meer spazieren ging und über das Geheimnis der Dreifaltigkeit nachdachte. Da bemerkte er ein Kind, das mit seinem Eimerchen Wasser aus dem Meer in einen kleinen abgegrenzten Teich schöpfte. „Was machst du da?“, fragte Augustinus interessiert. „Ich möchte das Meer ausschöpfen!“, antwortete das Kind. „Das wird dir nie gelingen!“, lachte der Gelehrte und verstummte. "Ich mache es genauso wie das Kind", dachte er, "ich will mit meinem kleinen Verstand das Geheimnis des dreieinigen Gottes verstehen!" Er reichte dem Kind die Hand und bedankte sich für die Lektion. Die großen Augen des Kleinen verfolgten ihn noch lange.

 

Ilse Ferrari leitet seit vielen Jahre Kurse für unsere schwer hörsehbehinderten und  taubblinden Mitglieder. Immer wieder findet sie interessante Themen, welche alle begeistern. Ein Thema in diesem Jahr war das Geheimnis. Was ist und bedeutet ein Geheimnis? Gemeinsam das Geheimnis erforschen. Das Geheimnis hat auch mit Heimlichkeit und Heimlichtuerei zu tun. Zudem sollte ein Geheimnis geheim bleiben. 

Illse Ferrari
Illse Ferrari

Von der Arbeit mit taubblinden Menschen

 

Die Lebenslust von vielen taubblinden und hörsehgeschädigten Personen ist ansteckend. Das Schicksal zu akzeptieren ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

 

«Die  Entwicklung der Arbeit  mit  hörseh-geschädigten, taubblinden Menschen macht Freude, zwingt uns aber auch, den eigenen Charakter zu bilden und Vorstellungen  zu  verändern.  Anstatt  Normen durchzusetzen oder  lediglich einen Job zu erfüllen, könnten wir uns unserer eigenen Grenzen und Bedürftigkeit bewusst werden, darüber reden und lernen, uns mit unserer eigenen Begrenztheit anzunehmen und zu achten. Ganz anders würden wir aus der Geschichte hervorgehen, nämlich wie gute Hirten und weise Könige – die  sich, mit der Weihnachtsgeschichte gesprochen, ihrer Erlösung bewusst geworden sind. Das könnte dann Programm für die künftige Arbeit mit hörseh-geschädigten, taubblinden  Menschen  werden», erklärt  Johannes  H.  Heinrich,  unser langjähriger Blinden- und Taubblindenberater. Ende Jahr geht er in seine verdiente Pension. Er hat jedoch noch viele Projekte in der Blinden- und Taubblindenarbeit vor.

 

Johannes H. Heinrich
Johannes H. Heinrich

Lormen - Hilfsmittel zum Austausch

 

Das  Lormen,  das  Tastalphabet  für  Taubblinde, geht auf den Schriftsteller Heinrich Landesmann zurück, der unter dem Pseudonym Hieronymus Lorm im 19. Jahrhundert in Berlin und Dresden wirkte. Lorm ertaubte 1836 im Alter von 15 Jahren und als 30-Jähriger war er zudem auch noch blind. So erfand er für seinen eigenen Gebrauch das  Hand-Alphabet, das fortan seine Familie und seine Freunde nutzten, um mit ihm zu kommunizieren.

 

Das Lormen ist nicht die Sprache der Taubblinden, sondern ein Hilfsmittel, um sich miteinander auszutauschen. Beim Lormen wird jedes Wort Buchstabe für Buchstabe in die Hand einer taubblinden Person getippt. Den Buchstaben sind bestimmte Punkte auf der Hand und auf den Fingern zugeordnet. Das Lormen ist für viele taubblinde Menschen bis heute die wichtigste Kommunikationsform.

 

 

Vielseitiges Kursangebot

Im letzten Jahr führten wir 24 Kurse für unsere blinden, sehbehinderten, taubblinden und hörsehbehinderten Mitglieder durch. In diesem Zusammenhang möchte ich mich bei den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern bedanken, denn ohne sie wäre unser vielseitiges Kursangebot nicht machbar. Blinde Menschen finden sich an einem ihnen nicht bekannten Ort nicht zurecht und die Reise in eine fremde Stadt ist für sie nicht möglich. Darum sind wir auf die Begleiterinnen und Begleiter angewiesen. Lesen Sie mehr in unserem Jahresbericht.

 

Ruth Häuptli, Präsidentin CAB
Ruth Häuptli

Leuchtende und strahlende Gesichter

«Wenn «meine» blinden Kursbesucherinnen und -besucher glücklich sind, bin ich ebenfalls froh,» erzählt die langjährige Kursleiterin Doris Blum. Vor über 15 Jahren kam sie zu uns als Begleiterin bei den Taubblindenkursen. Sie lernte die Taubblinden-Kommunikationsform – das Lormen. «Es ist gar nicht so einfach,» meint sie, «den taubblinden Menschen die Natur zu erklären und fühlen zu lassen.» Erst wer einen Baum umarmt, dem wird plötzlich klar, wie gross überhaupt ein Baum sein kann. Oder zu erklären, wie ein blauer Himmel aussieht oder was auf dem Weg zu sehen ist. Hier helfen auch Texte aus dem Theater und der Poesie, die mit Worten malen.»

 

Seit rund vier Jahren leitet Doris Blum diverse Kurse wie die «Erlebniswoche««« oder «Aktiv im Sommer». An Weihnachten und jeweils an Ostern steht sie allen alleinstehenden Blinden und Taubblinden im Internationalen Blindenzentrum zur Seite, so dass sich niemand einsam fühlt. Im Sommerkurs geht sie mit Kursbesuchenden und den jeweiligen Helferinnen und Helfern segeln. Manchmal ermuntert der Kapitän einen sehbehinderten Menschen, das Segelboot selber zu steuern. «Es ist wie ein Wunder zu sehen, wie diese Menschen mit Glücksgefühl im Wind segeln und aufleben, jede Welle, jedes Wassertröpfchen und die Weite auf dem See aus vollem Herzen geniessen. Sie fühlen sich wie jedermann von den Elementen Wind und Wasser getragen.»

 

Die Kursleitenden sind jeden Tag sehr gefordert. Immer stehen sie allen mit Rat und Tat zur Seite. Oft sind sie froh, wenn sie nach einem anstrengenden Tag eine Pause haben.

 

Doris Blum arbeitet sehr gerne mit den Zivildienstleistenden zusammen. Sie schätzt sie sehr als wertvolle Helfer und Begleiter. Sie möchte noch lange für die blinden und taubblinden Menschen arbeiten dürfen.

 

 

Doris Blum unt Teilnehmerin der Erlebniswoche

Wenn Blinde Blinde führen

Ja, was bedeutet denn dies? Hans Ammann strahlt eine Ruhe und Selbstsicherheit aus, die einen berührt. Dabei hatte es der heute 73-jährige Mann nicht immer einfach. Er wuchs mit seinen Geschwistern zusammen auf einem Bauernbetrieb auf. Der Vater führte noch eine kleine Schweinemästerei. Diese wollte er später übernehmen.

 

Doch es kam ganz anders. Mit 17 Jahren erkrankte Hans Ammann an einer Hirnhautentzündung. Nach acht Wochen im Koma wachte er zur Freude seiner Eltern wieder auf. «Macht doch mal bitte das Licht an», bat er immer wieder. So stand fest, dass er sein Augenlicht praktisch verloren hatte.

 

Zum Glück fand er Arbeit als Galvaniker bei Landis + Gyr in Zug. Als zuverlässiger Vorarbeiter wurden ihm 5 blinde Mitarbeiter anvertraut. Er führte sie in die verschiedenen Tätigkeiten der Oberflächenveredelung ein. Mittags und abends holte er die blinden Mitarbeitenden ab und ging mit ihnen in der Kantine essen. Manchmal hat er sie sogar selbst bedient. So führte er als Blinder blinde Personen.

 

Die Kurse sind für ihn wichtig, lernt er doch stets wieder neue Menschen kennen und kann sich mit ihnen austauschen. Am meisten beeindruckt hat ihn ein Tag im Sommerkurs. Sie wurden alle frühmorgens geweckt und begaben sich sofort auf eine Wanderung. Wandern, wandern und durstig waren sie alle. Und dann in einer Lichtung war das Frühstück bereit. «Noch selten hat mir ein Frühstück so gut geschmeckt!»

 

Hans Ammann

Jubiläumsfest auf dem Hirschenplatz Foto's

Menschliche Erfahrungen im Spiegel der Märchen

Ruth Häuptli, Präsidentin der CAB, wurde mit einer angeborenen Augenkrankheit geboren. Es zeigte sich schon früh, dass sie die "normale" Schule nicht besuchen konnte. Ihre Eltern taten alles für ihre kleine Tochter und meldeten sie im Blindenheim Sonnenberg an. Sie war eine fleissige und wissbegierige Schülerin. Ihre offene und fröhliche Art brachte viele ihrer Mitbewohner zum Lachen.

 

Nach der Schule begann sie bei Ringier als Telefonistin zu arbeiten. Diese Arbeit hat ihr grossen Spass gemacht. Sie hat viele sehende Telefonistinnen geschult und ihnen beigebracht, wie Kommunikation mit anderen Menschen präzise funktioniert.

 

Ihr sehender Ehemann und ihre Tochter waren für Ruth Häuptli ein wunderbares Geschenk und sind es immer noch. HR Häuptli ist immer für seine Frau da und steht ihr in schweren Stunden als treuer Freund und Helfer zur Seite.

 

Ruth Häuptli ist in viele "Ämtli" als Freiwillige in Blindenorganisationen eingebunden. Sie will stets nur das Beste für blinde, sehbehinderte, taubblinde und hörsehbehinderte Menschen.

 

Regelmässig besucht sie die Kurse im Internationalen Blindenzentrum (IBZ) in Landschlacht. Das Internationale Blindenzentrum in Landschlacht (TG), welches von der CAB mitgetragen wird, ist der ideale Ort, weil es auf die Bedürfnisse blinder und taubblinder Menschen angepasst ist. So hat sie vor kurzem den Kurs "Märchenwege – Lebenswege" besucht. Märchen wurden ursprünglich für Erwachsene erzählt. In ihren Symbolen kommen unsere menschlichen Erlebnisse, Einsichten, Ängste und Hoffnungen zum Ausdruck. Was heisst es, wenn eine Königstochter von einem Drachen festgehalten wird oder ein Menschenkind als Eselein zur Welt kommt? Einander beistehen und helfen, seinen eigenen Weg suchen und finden – es sind die Themen des Lebens, die uns in den Märchen aller Völker ansprechen und ermutigen. 

 

Ruth Häuptli war begeistert vom Kurs, weil die Märchen zu intensiven Diskussionen geführt haben. In gemeinsamer Arbeit haben sie Erkenntnisse, die zu Lebenshilfen werden können, gefunden und wenden diese jetzt an. Es tut gut zu wissen: "Ich bin nicht allein."


Lesen Sie weiter in der letzten Ausgabe unserer regelmässig erscheinenden Publikation "Augenblicke".


Ruth Häuptli
Ruth Häuptli

Alt und blind - wer sorgt für sie?

Haben Sie sich schon mal überlegt, wie es ist, wenn Ihr Seh- und Hörvermögen plötzlich abnimmt?

Wer hilft, wenn ohne Hilfe fast nichts mehr geht?

Lesen Sie weiter in der vorletzten Ausgabe unserer regelmässig erscheinenden Publikation "Augenblicke".


Alte Frau
Alte Frau

Taubblind sein heisst abgeschnitten zu sein - von allem

Als die gehörlose Margrit auch noch blind wurde, war sie verzweifelt. Leider ist das kein Einzelschicksal. Wie kann die CAB zu neuem Mut verhelfen?

Lesen Sie weiter in der neusten Ausgabe unserer regelmässig erscheinenden Publikation "Augenblicke".

Frau mit Baby
Frau mit Baby

Zentralpräsidentinnen und -Präsidenten der CAB

Zentralpräsidentinnen und -Präsidenten

 

1933 - 1941     Dr. Armin Egli (Sekretär G. Karst)

1941 - 1975     Dr. Gebhard Karst

1975 - 1979     Hans Brügger

1979 - 1997     Werner Müller

1997 - 2005     Rosmarie Segrada

2005 -             Ruth Häuptli

 

 

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