Tag des weissen Stockes – Licht schenken: denn blind sein heisst nicht schwarz sehen!
Da sind die Sportkurse der Schweizerischen Caritasaktion der Blinden (CAB) ein grosser Lichtblick: Bewegung, frische Luft und Kontakte zu anderen Menschen – eine Kombination, die wieder Lebensmut schenkt. Gerade die Velo-Ausflüge mit dem Tandem haben es Hanni Attinger angetan: Gemeinsam im Gleich-Tritt die Umgebung erkunden, zusammen aktiv aus dem Dunkel ausbrechen, «das ist genau das Richtige für mich».
Die CAB unterstützt seit 1933 als katholische Selbsthilfeorganisation blinde, stark sehbehinderte und taubblinde Menschen auf ihrem Weg. Seite an Seite begleiten wir sie im Alltag und bringen Bewegung und Licht in ihr Dunkel: mit Sport- und Weiterbildungskursen, Blindenbibliotheken und über die regionalen Sektionen mit Beratung zu Hause.
Eine Sehbehinderung kann uns alle treffen. Eine solche Diagnose kann eine ganze Lebensplanung über den Haufen werfen. Die familiären Beziehungen, der Beruf sowie der Haushalt sind betroffen. Man ist in einem Schockzustand. Das innere Gleichgewicht ist gestört. Eine schwierige Zeit für alle, die plötzlich oder fortschreitend mit einer Seh-behinderung konfrontiert sind.
Auch in diesem Jahr, am 15. Oktober, wird am internationalen «Tag des weissen Stockes» auf die Anliegen blinder, taubblinder und stark sehbehinderter Menschen aufmerksam gemacht.
Die CAB möchte den «Tag des weissen Stockes» nutzen, um auf die Anliegen blinder Menschen aufmerksam zu machen und ihre Solidarität zu Blinden und Sehbehinderten zeigen. Danke für Ihre Unterstützung!
Wir Blinde sind auf Begleiterinnen und Begleiter angewiesen
Wer Hanni Attinger begegnet, würde kaum glauben, dass sie auf die Achtzig zugeht und völlig blind ist. Sie liebt die Bewegung über alles, ganz besonders Tandem fahren. In ihrer Jugend sah Hanni Attinger gut. Dass sie sich öfters anstiess und sich nachts unsicher bewegte, nahm sie kaum wahr. Als sie Anfang 20 war, erhielt sie die Diagnose, dass sie an einer erblichen Netzhauterkrankung leidet.
Heute ist sie vollständig blind. «Vor zwei Jahren habe ich den Umgang mit dem weissen Stock gelernt. Für Punktschrift habe ich zu wenig Gefühl in den Fingern, und für die Be-
dienung elektronischer Hilfsmittel fühle ich mich zu alt. So ergeht es vielen Späterblindeten. Dafür habe ich viele optische Erinnerungen. So kann ich mir die Landschaften gut vorstellen, die bei unseren Tandemfahrten an uns vorbeirauschen.»
Hanni Attinger beim Tandemvelofahren.
Mit einer Spende von Fr. 75.- ermöglichen Sie Frau Attinger noch diesen Sommer einen weiteren Tandem-Ausflug. Und schenken damit Licht und Lebensfreude.
Melden Sie sich bei uns
Damit wir helfen können, braucht wir Begleiterinnen und Begleiter sowie Spenderinnen und Spender. Denn nur mit Ihrer wichtigen Unterstützung können wir zum Beispiel die Sportkurse durchführen und finanzieren.
Vielleicht kennen Sie in Ihrem Umfeld Personen, die sich als Begleitpersonen betätigen möchten oder Sie selbst wollen sich als Begleitperson anmelden. Oder es gibt in Ihrer Pfarrei Personen, die bereit sind, als «Gotte» oder «Götti» tätig zu sein, damit sich sehbehinderte und blinde Personen am religiösen und geselligen Pfarreileben beteiligen können. Kontakte sind für Menschen mit einer Sinnesbehinderung sehr erschwert, eine diesbezügliche Hilfe ist für ihre seelische Gesundheit daher umso wichtiger.
Gerne kommen wir auch zu Ihnen und stellen Ihnen unsere Arbeit zugunsten blinder, schwer sehbehinderter und taubblinder Personen an einem Gottesdienst, an einem Nachmittag in Ihrer Pfarrei oder an einem Nachmittag im Altersheim vor.
Bitte gleich anmelden: info[ad]cab-org[dot]ch
Herzlichen Dank für Ihre Solidarität und Unterstützung.
Es ist halt schon so: manchmal fällt mir zu Hause die Decke auf den Kopf sagt Hanni Attinger. Sie lebt allein, gefangen in den eigenen vier Wänden, isoliert. Und sie ist blind. «Oft fühle ich mich sehr einsam und die Dunkelheit drückt mir auf‘s Gemüt».
Ja, ich will die CAB unterstützen
Unterlagen:
Artikel für Pfarreiblätter (1233KB) Word-Datei
Plakat: Tag des weissen Stockes (3090KB) PDF-Datei
Predigt von Matthias Hierlinger (27KB) Word-Datei



