Lormen
Lormen
Am gebräuchlichsten und zweckmässigsten mit einem Taubblinden in Kontakt zu treten, ist die Anwendung des sogenannten Lormalpabets oder auch Fingersprache genannt. Das Lorm-Alphabet ist nach seinem Erfinder Hieronymus Lorm (1821-1902), benannt. Lorm war ein taubblind gewordener Schriftsteller, der mit bürgerlichem Namen Heinrich Landesmann hiess.
Beim Lormen werden die Buchstaben durch streichen, tippen, umgreifen und trommeln an verschiedene Stellen der Hand gebildet. Durch das Lormen kann man zu einer beachtlichen Sprechgeschwindigkeit - maximal 75 Silben pro Minute - kommen, aber man erreicht nicht die normale Sprechgeschwindigkeit der hörenden und sehenden Menschen.
Gewiss, das Lormalphabet wirkt auf den ersten Blick recht kompliziert. Nach einiger Übung ist so eine relativ schnelle Verständigung mit einem taubblinden Menschen möglich. Versuchen sie es doch einmal!




