Blindenschrift

Blindenschrift-Alphabet
Das Blindenschrift-Alphabet ist eine Punktschrift für Blinde oder sehbehinderte Menschen. Der Schöpfer dieser Schrift ist Louis Braille, er wurde in dem kleinen französischen Ort Coupvray am 4. Januar 1809 geboren und starb am 6. Januar 1852.
Als 3-jähriger verletzte er sich in der Riemenschneiderwerkstatt seines Vaters mit einer Ahle. In Folge der Verletzung erblindete er vollständig.
Auf der Suche nach einer geeigneten Schrift stieß er auf die Geheimschrift von Charles Barbier, welche in der französischen Armee als Schrift zum Lesen im Dunkeln genutzt wurde. Sie bestand aus elf in Papier erhobenen Punkten.
Die Braille-Schrift wurde erstmalig von Johann Wilhelm Klein in seinem 1837 erschienen Werk - Die Geschichte des Blinden-Unterrichts und der den Blinden gewidmeten Anstalten - erwähnt. Klein gab den Buchstaben, die zwar fühlbar - aber trotzdem den Buchstaben der Sehenden gleich sind, den Vorrang. Dies scheint der Grund dafür zu sein, dass die Braille-Schrift in Deutschland erst verspätet Anerkennung fand.
Erst Ende des 19. Jahrhunderts beginnt sich die Braille-Schrift durchzusetzen. Sie wird zuerst hauptsächlich für die Korrespondenz der Blinden untereinander genutzt. Als Erweiterung des Braille-Systems wurden eine Braille-Kurzschrift (Raumersparnis / schnelleres Lesen), Braille-Stenographie, Siebenpunktstenographie, Mathematik- und Chemieschrift und eine Blindennotenschrift entwickelt. Die in Blindennotenschrift geschriebenen Musikstücke können nicht zugleich gelesen und gespielt werden, da die Hände des Spielers bereits zum Abtasten der Notenzeichen gebunden sind. So muss der blinde Musiker zuerst sein Musikstück mit Hilfe der Blindennotenschrift auswendig lernen bevor er spielt.

Schrift sehen und Fühlen

Louis Braille

Die Punktschrift eröffnet Welten

Pluspunkte im Alltag

 

 

Blindenschrift-Alphabet

Bild: Braille- Schrift
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