15. Oktober – Tag des Weissen Stockes

 

Der «Internationale Tag des Weissen Stockes» wird 50

Der im Jahr 1969 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene «Internationale Tag des Weissen Stockes» jährt sich an diesem 15. Oktober 2019 zum 50. Mal. Aus aktuellem Anlass rückt die Idee eines Erfinders in den Fokus dieses Beitrags.

Kennen Sie Seiichi Miyake? Er wurde 1926 in der japanischen Präfektur Okayama geboren. Aus seinem Leben ist nicht viel bekannt. Doch mit seiner Erfindung des Bodenleitsystems für blinde und sehbehinderte Menschen leistete er einen jener Beiträge, die für die Betroffenen ein Segen sind. Ursprünglich wollte er seinem erblindeten Freund dazu verhelfen, sich im öffentlichen Raum zu orientieren und eigenständig fortzubewegen. Mit Rillen und Noppen im Boden- bzw. Strassenbelag schaffte er ein System, das sich mit dem Langstock ertasten und interpretieren lässt. Nach der erfolgreichen Umsetzung 1967 in der Nähe einer Blindenschule in Okayama setzte sich das Bodenleitsystem weltweit durch.

Hürden für blinde Menschen beseitigen
Der «Internationale Tag des Weissen Stockes» erinnert als Aktionstag daran, dass der öffentliche Raum, verschiedene Einrichtungen und Vorrichtungen auch von sehbehinderten, blinden, hörsehbehinderten und taubblinden Menschen genutzt werden. Vieles wurde bereits getan, aber so manche neue Idee könnte dazu beitragen, weitere Hürden und Hindernisse zu beseitigen. Die Schweizerische Caritasaktion der Blinden (CAB) setzt sich seit ihrer Gründung für die Anliegen von blinden, sehbeeinträchtigten und hörsehbehinderten Menschen in der Schweiz ein.

Wandertag Flumserberg

Der Berg im Spiegelbild bei wunderbarstem Wetter
Flumserberg: Wunderschöne Spiegelung im See; das Wetter war einfach unglaublich Spitze!

Am 19. Juni fand der CAB-Tageskurs „Wandertag Flumserberg“ unter der Leitung der erfahrenen Wanderleiterin und Lauf-Coach Anna Schori statt.  Die Kursteilnehmerin Elisabeth Gimpert berichtet voller Begeisterung:

Die gesamte Gruppe, die Teilnehmenden machen einen extrem glücklichen Eindruck
Die Gruppe macht einen sehr zufriedenen Eindruck

„Es war super! Wetterglück, Ideenglück und eine super Leiterin. Sie kümmerte sich für alle und war stets da. Noch nie hatte ich nach einem Wandertag so viele schöne Eindrücke von Bergen, Landschaften, und selbst Blumen und Fische und Frösche entdeckte ich- auch dank Anna und meinem Begleiter Nico. Anna  stieg den Weg etwas hinauf um echte Alpenrosen für mich zu fotografieren. Wenn das nicht total behindertengerecht ist 😉

Die Wanderleiterin Anna Schori ist extra hochgeklettert und hat für Elisabeth Gimpert die Alpenrosen fotografiert

Es war eine so gefreute Kombination von Sehen, erleben, entdecken! Ich wagte es sogar dank Nico (sonst nicht!) die Rodelbahn runter zu sausen trotz Gleichgewichtsproblemen.  Auch

Elisabeth Gimpert auf der Rodelbahn
Elisabeth Gimpert mit ihrem Begleiter Nico auf der Rodel-Bahn (Bild automatisch von der Rodelbahn-Betreiberfirma erstellt)

die Gruppenzusammensetzung war geglückt. Manche kannte ich, neue lernte ich kennen. Ich freue mich bereits auf den nächsten Wandertag!“

Text: Elisabeth Gimpert / Fotos: Anna Schori

Kulturknaller mit den Bregenzer Festspielen

Rigoletto auf der einzigartigen Seebühne in Bregenz

Wir haben für Sie mehrere Packages zusammengestellt:

Gesamtpaket Rigoletto vom 16. – 20. August 2019, diverse Ausflüge, 4 Übernachtungen im Hotel Arenenberg/Salenstein inkl. Vollpension
EZ mit Du/WC CHF 780.00, DZ CHF 690.00
Mehr Informationen dazu: Link

Rigoletto + 1 Übernachtung im Hotel Arenenberg/Salenstein
EZ mit Du/WC CHF 195.-
Mehr Informationen dazu: Link

Rigoletto ohne Übernachtung
CHF 55.-
Mehr Informationen dazu: Link
Wir stellen Ihnen für alle Angebote eine Begleitperson zur Verfügung und übernehmen deren Kosten.

Kreativkurs Frühling in Einsiedeln

Kursbericht Kreativkurs Frühling
7. – 16. April 2019 im Hotel Allegro, Einsiedeln

Der Kreativkurs in Einsiedeln konnte am Sonntag mit einem Apéro pünktlich um 17:15 Uhr beginnen. Das Hotel Allegro begrüsste uns alle recht herzlich und informierte uns über das Wesentliche im Hotel.
Nach dem feinen Nachtessen haben wir das Programm besprochen und offene Fragen beantwortet. Auch wurde bereits die Einteilung für den ersten Tag abgemacht.

Der Tag begann mit einem kleinen Spaziergang durch die Hotelanlage. Das neue Werkatelier wurde bestaunt und es wurde rege diskutiert. Alle freuten sich, endlich mit der Arbeit zu beginnen.
Der Morgen begann jeweils mit einer leichten Gymnastik oder einem Spaziergang.
Am Abend wurden Spiele gemacht, musiziert und Geschichten erzählt. Auch den Kegelabend im Hotel Allegro haben alle genossen.

Diverse Gegenstände wurden für die Mosaikarbeiten ausgesucht. Durch die grosse Auswahl an Perlen entstanden schöne Schmuckketten und Armbänder. Eine Teilnehmerin fädelte mit einer immensen Geduld kleine Perlen zu einer Libelle und einem Engel. An einem Webrahmen entstanden schöne Taschen. Lustige Osterhasen entstanden. Frühlingsdekorationen aus diversem Material wurden kreiert. Mit alten Büchern falteten sie Leseratten mit einer lustigen Brille. Stoffdruck und Seidenmalen durfte natürlich auch nicht fehlen. Aus Papiertüten entstanden schöne Rosen, die zu einer Kugel zusammengefügt wurden.

Die Teilnehmenden konnten verschiedene Arbeitstechniken ausprobieren. Mit unterschiedlichen Materialen konnten sie etwas Eigenes, Neues selbständig gestalten.
Es wurde eifrig und mit Begeisterung gearbeitet. Mit Freude wurden alle gefertigten Gegenstände am Dienstag in einer Ausstellung gezeigt und erklärt.

Die Abschlussrunde wurde am Montagabend an einem Feuer abgehalten.

Am Mittwoch besuchten uns Roland Gruber und Nina Zimmermann vom Büro der CAB in Zürich. Am Nachmittag durften wir gemeinsam in Einsiedeln die Kaffeerösterei Drei Herzen besichtigen. Es war sehr interessant, einiges über den Kaffee zu erfahren.

Am Samstag gingen wir ans Jubiläumskonzert der Musikschule Einsiedeln. Einige fuhren um 22 Uhr mit dem Bus zurück ins Hotel die Anderen spazierten zufrieden um 22:45 ins Hotel zurück.

Ohne Zwischenfälle konnte der Kurs wie geplant durchgeführt werden.

Die Zusammenarbeit zwischen den Begleitpersonen und Teilnehmenden war sehr gut. Alle haben sich gegenseitig unterstützt und sind sich mit Respekt begegnet.
An der Abschlussrunde sagte eine Teilnehmerin: „Es war wie eine grosse Familie.“

Unterkunft und Verpflegung
Das Hotel Allegro ist sehr bemüht, auf unsere Bedürfnisse und speziellen Wünsche einzugehen. Alle sind freundlich und hilfsbereit.

Die Umgebung ist gut geeignet für Sehbehinderte. Auch die Hunde können sich frei bewegen.

Die Küche ist sehr abwechslungsreich und geht jeden Tag immer wieder freundlich auf diverse Wünsche ein.

Es war ein kleiner, aber sehr harmonischer Kurs. Vielen Dank!

Theres Raimondi
26.04.2019

Unsere neuen Kursorte haben die „Feuerprobe“ bestanden!

Nachdem nun auch das Zentrum Ländli in Oberägeri mit dem Qigong und Taiji Schnupperwochenende von einer CAB-Gruppe „eingeweiht“ wurde, möchte ich gerne ein paar Eindrücke von den neuen Kursorten teilen.

Ja, wir waren auch ein bisschen aufgeregt und vor allem sehr neugierig, ob sich Teilnehmende und Begleiter wohl fühlen an den neuen Kursorten, die wir ausgesucht haben. Und nachdem nun im Hotel Allegro in Einsiedeln bereits 4 Kurse, im Hotel Leuenberg in Hölstein 1 Kurs und im Zentrum Ländli in Oberägeri 1 Kurs stattgefunden haben, können wir sagen – es funktioniert – sogar viel besser als erwartet. Aus den Reihen der Teilnehmenden und Begleiter hören wir, dass sie sich wohl fühlen, die Zimmer komfortabel sind, das Essen sehr lecker und die Atmosphäre sehr herzlich. Die Teams in den Hotels kommen mit den besonderen Bedürfnisse sehr gut zurecht und reagieren promt, wenn es an etwas fehlt. So gut es eben möglich ist. Im Leuenberg wurde kurzfristig ein Handlauf mit einem Staubsaugerrohr verlängert, im Hotel Allegro wurden Daisy Player und DAB-Radios aus dem IBZ übernommen und sogar für das ganze Material für die Kreativkurse ein Lagerraum zur Verfügung gestellt. Ich bin immer wieder erstaunt und verzückt, wie sehr auf uns „acht gegeben wird“.

Ein grosses Fragezeichen, das wir im Vorfeld gehört haben, war die Anreise und das ‚wie finden wir uns in den neuen Häusern zurecht‘. Die Anreisen waren bisher ebenfalls problemlos. Unsere Begleiter-Engel unterstützen uns dabei sehr. Und selbstverständlich finden wir für jeden eine gute Lösung. Und auch beim zurecht finden in den Häusern sind die Begleiter toll. Natürlich Bedarf es für jeden ein wenig mehr Geduld und ein bisschen weniger Selbständigkeit. Aber ich denke, dass das mit der Zeit, wenn man die Häuser besser kennengelernt hat, auch wieder dazugewonnen werden wird.

Unser Résumee nach 4 Monaten mit den neuen Kursorten: es funktioniert viel besser als erwartet! Danke für euer Vertrauen und das „die Chance und Herausforderung annehmen“!

  Zentrum Ländli, Oberägeri

Hotel Allegro, Einsiedeln

Hotel Leuenberg, Hölstein

Ihre Spende in guten Händen mit dem ZEWO-Gütesiegel

 

 

„Unsere Organisation ist seit jeher bestrebt, Spenden verantwortungsvoll und im Sinne der Spenderinnen und Spender einzusetzen. Das ZEWO-Gütesiegel zeigt nun unseren Unterstützern auf den ersten Blick, dass wir ihr Vertrauen verdienen.“ Rudolf Rosenkranz, Geschäftsführer der CAB.

Nach dem Entschluss, dass die CAB sich dem anspruchsvollen Prüfverfahren der ZEWO (Schweizerische Zertifizierungstelle für gemeinnützige Spenden sammelnde Organisation) stellen möchte, wurden die von der ZEWO klar definierten Standards bei der CAB in einem recht aufwendigen Prüfverfahren kontrolliert. Das Ergebnis wurde so kurz vor Ende des Jahres verkündet – wir haben bestanden!

Jahresbericht 2017

Für Blinde und Sehbehinderte bedeuten Veränderungen auch immer Herausforderungen, die nicht immer einfach zu bewerkstelligen sind. Es ergeben sich daraus aber auch Chancen für etwas Neues. Wir packen die Herausforderungen mit einer positiven Haltung an und blicken zuversichtlich in die Zukunft. Lesen Sie dazu unseren Jahresbericht 2017.

Jahresbericht 2017

Faszination Bodenseeraum

Internationale Begegnung für taubblinde und hörsehbehinderte Menschen

Das DKBW und die CAB hatten für die Zeit vom 07. bis 19. Juli 2014 zu einer internationalen Begegnung für taubblinde und hörsehbehinderte Menschen eingeladen. Rund 50 Teilnehmer/innen reisten in froher Erwartung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ins Internationale Blindenzentrum nach Landschlacht. Eva-Maria Müller vom DKBW und ihre Helferinnen und Helfer hatten ein umfangreiches, interessantes Programm vorbereitet.

Zuerst aber durften wir nach der für viele Teilnehmer langen und teils problematischen Anreise „ankommen“. Dazu versammelten wir uns in der schönen Hauskapelle, um innezuhalten und bei Gott das schwere Gepäck unseres Lebens abzustellen. Wir beteten für alle, die daheim bleiben mussten, und jene, die nicht mehr unter uns sind. Wir öffneten uns für das, was diese Tage der Begegnung uns bringen sollten.

Frühaufsteher konnten sich immer schon vor dem Frühstück im Schwimmbad vergnügen. Wenn nichts anderes vorgesehen war, trafen wir uns morgens um 09:30 Uhr im Vortragssaal zum Morgenlob und Tageseinstieg. Auf dem Tisch stand eine Kerze, die immer von einem anderen Teilnehmer angezündet wurde. Wir hörten bzw. spürten durch die Vibration den wunderbaren, beruhigenden Klang von Klangschalen. Für Punktschriftleser bestand das Angebot, das gesprochene Wort am Streifenschreiber mitzulesen, das aber leider nur von einem Teilnehmer wahrgenommen wurde.

Der erste Vormittag war ausgefüllt mit einer Kennenlernrunde und anschließendem Begrüßungstrunk seitens des Hauses. Wer wetterfest war, begab sich am Nachmittag auf eine kleine Wanderung. Regenkleidung war leider auch während der gesamten ersten Woche erforderlich. Der Sommer hatte eine Auszeit genommen.

Ziel unseres ersten Tagesausfluges war die Stadt Lindau. In zwei Gruppen (eine für die Gehörlosen mit Dolmetscherin und eine für die Hörenden und Lormer mit Dolmetscherin) erlebten wir eine sehr interessante Stadtführung. Lindau liegt im Dreiländereck Deutschland/Österreich/Schweiz. Es handelt sich um eine Inselstadt mit 25.000 Einwohnern. Im Sommer kommen sehr viele Touristen nach Lindau. Bis zur Abfahrt des Schiffes um 16:00 Uhr nach Bregenz war Zeit zur freien Verfügung. In Bregenz erwartete uns schon unser Bus zur Heimfahrt nach Landschlacht.

Unsere Fußballfreunde freuten sich immer auf spannende Fußballabende, denn die Weltmeisterschaft in Brasilien war ja noch nicht zu Ende.

Über das Konzil vor 600 Jahren in Konstanz hörten wir einen Vortrag von Hans, bevor uns Ilse zu einer Gymnastikstunde einlud. Da konnten wir dann zeigen, was wir körperlich so

„drauf“ hatten. Wer Interesse hatte, konnte am Nachmittag dieses Donnerstags eine Ausstellung zum Konstanzer Konzil besuchen.

Unser nächster Tagesausflug führte uns nach Wallhausen (Baden-Württemberg). Wir wanderten zur Burgschänke, wo uns Leckeres vom Grill wunderbar schmeckte. Einige unserer Begleiter betätigten sich als Grillmeister, und auch die Sonne war während des gesamten Essens mit dabei. Anschließend bestand die Möglichkeit zur Wanderung nach Dingelsdorf oder der Fahrt dorthin mit dem Bus. Ein Schiff brachte uns mit Umstieg in Meersburg zurück nach Konstanz und von dort unser Bus ins Blindenzentrum. Weil Petrus die Schleusen öffnete, musste das abendliche Lagerfeuer leider ausfallen.

Eine Gymnastikstunde mit Ilse und eine freiwillige Lormrunde für Anfänger und Fortgeschrittene füllten den Samstagvormittag aus.

Inzwischen war Benediktinerpater Peter Dubler aus Basel zu uns gekommen, so hatten wir ab der zweiten Woche auch geistlichen Beistand. Ilse hatte in der Hauskapelle ein selbst gefertigtes Netz auf den Stufen vor dem Altar ausgelegt und für jeden von uns einen Fisch genäht, den man auch als Schlüsselanhänger verwenden kann. Die Aufforderung Jesu an seine Jünger, die Netze zum Fischfang auszuwerfen, war dann auch der Leitgedanke des sehr schönen Gottesdienstes am Sonntagmorgen. Sunnhild verschönerte die Feier mit ihrem Flötenspiel.

Beim Restaurant „Schiff“ in Altnau bestand nachmittags die Möglichkeit zum Baden. Für die Sportfreunde unter uns sollte dieser Sonntag noch sehr lang werden, denn erst in der Verlängerung des Spiels zwischen Deutschland und Argentinien fiel das erlösende einzige Tor: Deutschland ist Weltmeister!!!

Nicht nur draußen wurde es jetzt schnell warm. Im Tropenhaus „Masuala“ in Zürich erlebten wir nach dieser langen Fußballnacht subtropische Temperaturen und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Einige von uns kletterten auf einen Aussichtsturm. Je höher, desto heißer und höher die Luftfeuchtigkeit. Tropische Pflanzen konnten angefasst werden, Papageien waren zu hören und unsere Begleiter sahen Affen in den Bäumen herumturnen.

„Campus Galli“ heißt eine mittelalterliche Klosteranlage in Meßkirch. Diese wird nach einem damals nicht verwirklichten Bauplan jetzt gebaut. Ob Weber, Zimmerleute oder die fleißigen Frauen am Spinnrad, alle zeigten uns bereitwillig ihre Arbeiten. Aber hier wird nicht nur mittelalterlich gehandwerkert, alle, die auf der Baustelle beschäftigt sind, tragen auch mittelalterliche Kleidung. Im nächsten Jahr soll die Klosteranlage fertig sein. Auf dem Gelände begegnete uns auch ein mittelalterlich gekleideter Bettler und sammelte Spenden, auf die dieses Projekt sehr angewiesen ist. Mittags gab es „Dünli“, ganz dünn ausgerollter Teig, belegt mit Speck und Zwiebeln, für die Vegetarier mit Gemüse, der im Holzofen gebacken wurde.

Nach Gymnastik und Lormrunde war am Mittwochnachmittag Tretbootfahren auf dem Bodensee angesagt. Wer wollte, konnte auch ins Wasser springen, eine Wohltat bei den inzwischen hochsommerlichen Temperaturen! Im IBZ wird im Sommer das Abendessen im Freien serviert. Wir freuten uns, dass dies wenigstens in der zweiten Woche unseres Aufenthaltes möglich war. Die meisten von uns ließen den Sommerabend auf der Terrasse ausklingen, einige wenige aber fanden sich zu einer freiwilligen Gesprächsrunde mit Pater Dubler zum Thema „Trauer“ zusammen.

Unser letztes Ausflugsziel war der Flughafen Kloten in Zürich. Wieder wurden zwei Gruppen in der schon erwähnten Aufteilung gebildet. Mitarbeiter des Flughafens vermittelten uns, was alles geschieht, bevor man überhaupt ein Flugzeug besteigen darf. Wir mussten Sicherheitswesten anziehen, die Taschen leeren und wurden mit dem Körperscanner durchleuchtet. Es war interessant, aber so mancher von uns würde doch viel lieber mal im Cockpit eines Flugzeuges sitzen.

Der Abschiedsabend war gekommen, und diesmal klappte es mit dem Lagerfeuer! Norbert hat ein von ihm selbst geschriebenes Gedicht vorgelesen, das unten abgedruckt wird. In lockerer Runde verflogen die Stunden. Erst weit nach Mitternacht verließen die letzten Gäste das Lagerfeuer.

Im Abschlussgottesdienst dankten wir für alles, was wir erlebt haben, und für die Menschen, denen wir begegnen durften.

Die Durchführung einer solchen Veranstaltung bedarf sorgfältiger Planung und monatelanger Vorbereitung. Unser Dank gilt allen, die zum Gelingen beigetragen haben, besonders aber jenen Menschen, die für uns gehört, gesehen und die uns ihre helfenden Hände gereicht haben. Ohne all diese Menschen wäre die Welt für taubblinde und hörsehbehinderte Menschen licht- und lautloser. Der Termin für die nächste Sommerfreizeit im IBZ Landschlacht steht schon fest: 04.-18.07.2015. Freuen wir uns darauf!

Annette Simmet