Susan Herion
Gern mache ich „möglich“. Das nennt man heute wohl «Enablerin». Das habe ich mein gesamtes 40-jähriges Berufsleben in unterschiedlichen Settings gemacht. Sei es als Projektmanagerin oder Kulturvermittlerin.
Bei meiner letzten beruflichen Tätigkeit bei der SBB arbeitete ich mit Fachleuten der Blindenorganisationen zusammen. Allen ging es immer um eine gute Lösung für den barrierefreien öffentlichen Verkehr.
Dieser Fokus aufs Wesentliche imponiert mir und ist für mich selber Ansporn. Heute bin ich zudem auch Waldgärtnerin in meinem alten Obstgarten, ein Ort der Geselligkeit und Erholung für Mensch und Natur.
Aktuell arbeite ich auf einem Gemüsebetrieb, doch mein Herz schlägt immer stärker für die Weinwelt. Mein Ziel: Weinwissen spielerisch und professionell vermitteln – kommt mit auf eine genussvolle Reise für Nase und Gaumen!
Als blinde Kursleiterin liegt mir sensorische, taktile und klare Wissensvermittlung am Herzen. Ich glaube, Unterricht ist auch ohne PowerPoint möglich – dann aber mit Kopfkino! Zum ersten Mal unterrichte ich ein sehbehindertes oder hörsehbehindertes Publikum – ich bin gespannt.
In meiner Freizeit liebe ich die Berge, folge meinem Guide auf Skiern, koche leidenschaftlich, backe Sauerteigbrot und koste gerne Wein.
Katharina Reichmuth
Eine Kräuterfrau bin ich und wohne im Toggenburg. Seit über 15 Jahren führe ich ein Kräuteratelier in Wil St. Gallen. Dort betreue ich den Kräuterheilgarten des Klosters St. Katharina. Übers Jahr wird da gejätet, gegraben, geschnitten, gepflückt, getrocknet, umgeben von feinen Düften, Farben, Formen der Kräuter.
Seit über 20 Jahren bin ich im Winter mit sehbehinderten und blinden Menschen auf den Ski unterwegs. Dabei haben sich wunderschöne Freundschaften entwickelt.
Heute und Morgen
- Entwicklung und Aufbau des 1. Gartens der 33 Herzensqualitäten in der Schweiz
- Kräuterfrau in Selbständigkeit
Seit gut zwanzig Jahren gestalte ich mein Leben rund um die Berge, denn dort finde ich das, was mir im Alltag manchmal fehlt: Weite, Klarheit, Ruhe und sie bieten Raum zum Durchatmen. Beim gemeinsamen Wandern entstehen oft schöne, ungezwungene Begegnungen mit anderen Menschen, mit der Natur und auch mit sich selbst. Dieses Gefühl möchte ich auch blinden und sehbehinderten Menschen vermitteln.
Ab 2026 bin ich bei der CAB als Kursleiterin tätig und freue mich sehr darauf, meine Begeisterung für Berge, Naturerleben und Achtsamkeit mit anderen zu teilen.
Ich lebe im Kanton Wallis und bin im Sommer wie im Winter viel draussen unterwegs. Zur Entspannung lese und zeichne ich gerne und versuche, die norwegische Sprache zu lernen.
En raison de la fatigue rapide de mes yeux, j’ai perdu mon emploi de bureau en 2015. Peu après, j’ai atterri à l’école Apfelschule et j’ai apprécié pour la première fois la bonne ambiance qui règne au sein de la communauté des personnes malvoyantes.
Mon syndrome d’Irlen ne me freine pas : en 2025, j’ai obtenu un master en sciences de l’environnement et en éthique et oui, j’aime la nature, les plantes, les animaux et je souhaite contribuer à un monde plus juste.
Je suis née dans les années 70, je vis avec ma fille cadette et je deviendrai grand-mère en 2026.
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Wegen der raschen Ermüdung meiner Augen verlor ich 2015 meinen Bürojob. Bald darauf landete ich in der Apfelschule und genoss zum ersten Mal die gute Stimmung in der Gemeinschaft von Menschen mit Sehbehinderung.
Mein Irlen-Syndrom bremst mich nicht: 2025 schloss ich den Master in Umweltwissenschaften und Ethik ab und ja, ich liebe die Natur, Pflanzen, Tiere und möchte zu einer gerechteren Welt beitragen.
Ich bin in den 70ern geboren, lebe zusammen mit meiner jüngeren Tochter und werde im 2026 Grossmutter.
Eva Stocker
Ich bin gerne draussen in der Natur, sei es im Garten bei den Bäumen oder auf Wanderungen in den Bergen. Ausserdem singe und musiziere ich oft, tanze gern und liebe Sprachen. Ich schätze Begegnungen mit Menschen, die das Herz berühren und Verständnis füreinander fördern. Mit sehbehinderten und blinden Menschen fühle ich mich besonders verbunden, weil ich selbst nur eingeschränkt sehe. Seit Jahrzehnten setze ich mich im Rahmen von Entwicklungszusammenarbeit dafür ein, dass benachteiligte Kinder in Südindien eine Schulbildung bekommen.
Ich bin mit Armin Stocker verheiratet, habe zwei erwachsene Söhne und wohne im Aargauer Seetal beim Hallwilersee.
Porträt Armin Stocker
Zusammen singen und musizieren sowie kreatives Gestalten oder in der Natur gemeinsam Sport treiben bereiten mir Freude.
Schon als Kind sang, tanzte und musizierte ich gern. Früh lernte ich Klavier spielen.
Später studierte ich Sport in Basel und machte zusätzlich eine Behindertensport-Ausbildung. In der Folge leitete ich Lager und erteilte Schwimmunterricht für Behinderte. Hier lernte ich blinde Menschen kennen, die bewundernswert ihren Alltag meisterten.
Berufsbegleitend studierte ich 4 Jahre lang Malen und Zeichnen in Dornach.
Danach unterrichtete ich als Fachlehrer an der Oberstufe. Später liess ich mich zum Primarlehrer ausbilden, um als Klassenlehrer ganzheitlicher unterrichten zu können.
Ich bin mit Eva Stocker verheiratet, habe zwei erwachsene Söhne und wohne in Fahrwangen im Kt. Aargau.
Die Feldenkrais-Methode begleitet mich seit 1968. Heute sind es mittlerweile rund 40 Jahre, in denen ich vollberuflich mit der Methode arbeite. Längst ist sie vielmehr als nur mein Beruf, sie ist Teil meines Lebens.
Wenn die Zeit es zulässt, findet man mich unter Wasser. Tauchen war ein Kindheitstraum, den ich aber erst viel später verwirklichte.
Durch meine starke Sehbehinderung habe ich immer wieder tolle Begegnungen mit blinden und sehbehinderten Menschen. In einer solchen Begegnung habe ich meine sportliche Leidenschaft gefunden.
Nach einem Showdown Kurs im Hotel Solsana im Jahr 2017 hat mich der Showdown-Virus gepackt. Seither trainiere ich wöchentlich diesen Sport und nehme an nationalen und internationalen Turnieren teil. Ein Highlight war die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2019 auf Sardinien. Hier konnte ich zwei Leidenschaften verbinden, Sport mit Badeferien.
Im 2018 durften wir für diesen Sport die Dachorganisation Swiss Showdown Vereinigung gründen, um den Sport in der Schweiz zu fördern und weiterzuentwickeln.
Neben dem Sport geniessen meine Frau und ich unsere liebe Tochter, die im Sommer 2022 zur Welt gekommen ist.
Der Kontakt mit Menschen ist mir sehr wichtig und prägt auch meine Arbeit.
Bei der CAB bin ich seit 2014 im Kurswesen tätig. Es bereitet mir grosse Freude und ich finde es sehr eindrücklich, zu welchen Leistungen blinde und sehbehinderte Menschen fähig sind.
Ich wohne am Hallwilersee, liebe die Natur und bin oft wandernd in den Bergen anzutreffen. Auch der Wintersport ist eines meiner Steckenpferde.
Sehr gerne tauche ich beim Lesen, bei kulturellen Anlässen und vorallem beim Reisen in andere Welten ein.
Das Beisammensein mit Familie und Freunden liegt mir sehr am Herzen.