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AUGENBLICKE

Die Ausgabe 1/2021 unseres Magazins AUGENBLICKE ist erschienen. Nebst der Printausgabe kann AUGENBLICKE jeweils auch im Online-Archiv in einer PDF-Version gelesen und heruntergeladen werden.

In Augenblicke 1/2021 lernen Sie unter anderem eine gute Seele, Madlen Beyeler, und Nina Zimmermann, Ihre CAB-Sozialarbeiterin, kennen. Christine Müller berichtet in ihrer beliebten Kolumne, wie sie als Taubblinde kurzfristig einen Ersatz für eine ausgefallene Begleitperson für Wanderferien finden musste, und wie sich schlussendlich alles gut gefügt hat. Und: Ist die Dioptrienzahl für Brille und Kontaktlinse dieselbe? Sie erfahren es in „Tatsachen und Mythen“.

AUGENBLICKE 1/2021: Hier geht’s zum Download

Wie komme ich gut durch einsame Tage?

Eine Frage, die im Moment viele von uns betrifft, auch Blinde und Sehbehinderte.

Die knapp stündige SRF1-Radiosendung «Treffpunkt» vom 3. Februar 2021 liefert Antworten auf die Fragen, was Einsamkeit mit den Menschen macht und wie man sich selbst davor schützen kann.

Unter andrem wird dureschnufe.ch, die Plattform für psychische Gesundheit rund um das neue Coronavirus vorgestellt.

Weitere nützliche Tipps sowie die SRF1-Sendung «Treffpunkt» vom 3. Februar 2021 zum nachöhren oder herunterladen gibt es hier.

Beitragsbild: Photo by karolina skiścim on Unsplash

Danke!

2020 war für uns alle ein Jahr mit Einschränkungen, ein Jahr des Verzichts. Aber es war auch ein Jahr des Zusammenrückens und der Hilfsbereitschaft.

Zwei Zahlen dazu: Im zu Ende gehenden Jahr haben innerhalb der CAB 94 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 9’414 ehrenamtlich geleistete Stunden „geschenkt“.

Das ist grossartig, und gerade jetzt, an Weihnachten ist es Zeit zu sagen: Vielen herzlichen Dank dafür!

Danke aber natürlich auch für das Vertrauen in die CAB unseren Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern sowie Klientinnen und Klienten, welche Beratungsleistungen in Anspruch genommen haben.

Und allen, die die CAB materiell und ideell unterstützen. Auch ohne sie wäre das nicht möglich gewesen, was 2020 möglich wurde.

Team und Zentralvorstand der CAB wünschen Ihnen gute Festtage und ein Jahr 2021 mit viel Gesundheit, in welchem wieder mehr an „Bewegungsfreiheit“ möglich sein wird als im zu Ende gehenden Jahr.

mehr über Freiwilligenarbeit bei der CAB

Beitragsbild: Manuela Strohmeyer ist eine der freiwilligen Mitarbeiterinnen der CAB. Hier begleitet sie anlässlich eines CAB-Wandertages Elsbeth Bigler in den Flumserbergen. Foto: Jiří Vurma

Kursabsage

Aufgrund des am 11. Dezember vom Bundesrat angeordneten Veranstaltungsverbots muss die CAB den Kurs

Abschliessen, bewegen und geniessen: 26.12.2020 bis 2.1.2021, Einsiedeln, Hotel Allegro

absagen. Die Durchführung von Veranstaltungen ist bis zum 22. Januar 2021 verboten, und so ist es nicht möglich, diesen Kurs durchzuführen. Die CAB wird die weiteren behördlich angeordneten Massnahmen zur Eindämmung von Covid-19 genau verfolgen und bis ca. 11. Januar 2021 sorgfältig abwägen, ob die ersten Kurse 2021 stattfinden können.

Informationsstand: 15.12.2020

Bildbeschreibung des Beitragsbilds: Blick von der Sprungschatze aus auf Einsiedeln bei Abendstimmung. Aufgenommen anlässlich des Kurses „abschliessen, bewegen und geniessen“ im Dezember 2019. Foto: Roland Gruber

AUGENBLICKE 4/2020 erscheint am 3. Dezember 2020

Lernen Sie in einem beeindruckenden AUGENBLICKE-Portrait die blinde Sopranistin Christina Lang kennen. Sie erzählt, dass es als Blinde nicht immer leicht ist, Hilfe anzunehmen. Umso mehr schätzt sie die 1 zu 1-Begleitung in CAB-Kursen. Auch ihr ist widerfahren, was Blinden im Alltag leider nicht selten passiert: Sie landete in einer ungesicherten Baugrube: «Wir Blinden brauchen keine Geisterbahn, die haben wir jeden Tag.», sagt Christina Lang schmunzelnd.

Ausserdem lesen Sie in AUGENBLICKE 4/2020 in der beliebten Kolumne von Christine Müller (taubblind), wie sie sich dank eines imaginären Märchens für Spaziergänge motivieren kann. In der «Rubrik Tatsachen und Mythen» erfahren Sie, ob es stimmt, dass Gähnen gegen trockene Augen hilft und ob es wahr ist, dass geschwollene Augenlieder auf schlechten Schlaf hindeuten.

Und: Sie erhalten Einblick in den CAB-Kreativ-Kurs, der jeweils zu Beginn des Advents stattfindet.

Dies alles und noch mehr im neuen AUGENBLICKE. – In Ihrem Briefkasten und hier auf der CAB-Website auch online zum Herunterladen.

Frühere AUGENBLICKE-Ausgaben und weitere interessante CAB-Publikationen finden Sie auf unerer Seite Publikationen.

Übrigens: Eine Hörprobe von Christina Langs virtuosem Können gibt es auf ihrer Website.

Bildung und Freizeit: verhältnismässig entscheiden

Andrea Vetsch, Leiterin des CAB-Kurswesens informiert aus erster Hand:

Nichts liegt uns mehr am Herzen als die Gesundheit unserer Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer, unserer Kursleitenden, Freiwilligen und Zivis. Wir beobachten die Entwicklung der Pandemie genau und prüfen laufend, welche Kurse wir durchführen können und ob wir allenfalls die Massnahmen anpassen müssen.

Und doch schauen wir näher ran; unsere Mitglieder sollen nicht nur vor dem Virus geschützt werden; ihre seelische Gesundheit ist uns ebenso wichtig. Gerade in der Weihnachtszeit sind viele Menschen allein, Blinde und Sehbehinderte isoliert. Für sie ist die gelebte Gemeinschaft zum Jahresübergang ein wahrer Segen und demzufolge auch förderlich für ihre Gesundheit.

Es lohnt sich, näher ran zu schauen, zwischen den Risiken abzuwägen (Isolation versus Covid-19) und dann verhältnismässig zu entscheiden.

Die Hoffnung bleibt: Wenn es die Entwicklung der Pandemie und die daraus resultierenden behördlichen Verordnungen zulassen, werden wir alles dafür tun, unsere verbleibenden Kurse bis zum Jahresende durchzuführen. (Ayurveda, Kreatives Einstimmen auf Weihnachten, Jahresübergang) Selbstverständlich nur für all Jene, die das auch möchten.

Neue Kurse 2021

Andrea Vetsch
Andrea Vetsch arbeitet seit 2011 bei der CAB. Seit 2017 ist sie Leiterin des CAB-Kurswesens.

Sieben neue, mehrtägige Kursangebote finden Sie in unserem Kursprogramm. Für die Spielfreudigen bieten wir erstmals Quiz- und Spieltage in Einsiedeln an. Ende April fahren wir an die Waadtländer Riviera. An zwei Kulturtagen besuchen wir «Chaplin’s World» und das schönste Wasserschloss der Schweiz, «le château de Chillon». Für Sport und Bewegung sorgen unsere beiden Kursleiter Patricia Berghoff (Bewegungstherapeutin) und Daniel Borter (Tandempilot). Sie bieten zwei Kurse an: den ersten im Frühling in Einsiedeln, den zweiten im Herbst im Wellnesshotel Ländli in Oberägeri. Gleich zwei neue Backkurse stehen auf dem Programm. Ein Brot- bzw. Zopfbackkurs mit Besuch im Mühlerama und einen Weihnachtsguezlikurs im Dezember. Im Herbst gibt es ein Weinseminar vom Feinsten. Neben viel Wissen und Degustationen dürfen die Teilnehmenden auch selbst Hand anlegen und werden in Anwesenheit eines Winzers in die Geschicke des Weinbaus eingeführt. Im November dürfen sich die Teilnehmer noch von kulinarischen Genusstagen verwöhnen lassen – eine Entdeckungsreise in die Welt der «Haute cuisine», geführt und geleitet von Daniel Borter, einem erfahrenen Hotelier.

Unter folgendem Link finden Sie alle CAB-Kursangebote 2021: https://www.cab-org.ch/kurse/

Übrigens: Wenn Sie sich für einen Kurs interessieren, haben Sie nach wie vor die Möglichkeit, sich direkt online anzumelden.

Nachgefragt: Prof. Dr. med. Matthias Becker zu Typen und Folgen des Usher-Syndroms

Im Interview äussert sich CAB-Patronatsmitglied Prof. Dr. med. Matthias Becker zu Typen und Folgen des Usher-Syndroms.

Das Usher-Syndrom ist eine angeborene und genetisch vererbbare Behinderung des Seh- und Hörsinns. Der Name geht zurück auf den britischen Augenarzt Charles Usher, der 1914 das Krankheitsbild erstmals ausführlich beschrieben hat. Insgesamt gibt es ca. 40 verschiedene Krankheiten, bei denen eine Gehörlosigkeit mit Blindheit einhergeht. Das Usher-Syndrom ist die mit Abstand häufigste davon (ca. 50% aller von Hörsehbehinderung Betroffenen). Der Befall der Augen entspricht dem der Retinitis pigmentosa mit der typischen, langsam voranschreitenden Einengung des Gesichtsfeldes bis hin zum sogenannten Tunnelblick.

Das Usher-Syndrom wird in drei Typen eingeteilt. Was unterscheidet diese Typen?

Nach klinischen Kriterien unterteilt man das Usher-Syndrom in drei Formen: Typ-1 ist die schwerste Form mit Gehörlosigkeit seit Geburt und in der Jugend einsetzender Retinitis pigmentosa. Beim Typ-2 besteht seit Geburt lediglich eine hochgradige, meist gleichbleibende Hörbehinderung (keine komplette Taubheit) mit Augenbeteiligung ab der Pubertät. Beim dritten Typ treten sowohl Taubheit wie auch Blindheit erst im Laufe des Lebens auf.

Wie verbreitet ist das Usher-Syndrom und gibt es zuverlässige Angaben pro Usher-Typ?

In der europäischen Bevölkerung rechnet man heute mit 3 bis 6 Betroffenen pro 100‘000 Einwohnern. Da die Erkrankung mit steigendem Lebensalter zunimmt, findet man bei den 60-Jährigen sogar 10 Betroffene pro 100‘000 Einwohner. In der Schweiz leben demnach ca. 500 Betroffene. Durch Genanalysen kann man heutzutage das Usher-Syndrom sehr genau diagnostizieren und einen genetischen Subtyp klassifizieren. Davon gibt es bis heute 6 Subtypen für Typ-1, 4 für Typ-2 und 2 für Typ-3.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Leider ist das Usher-Syndrom mit den Möglichkeiten der modernen Medizin immer noch nicht kausal behandelbar. Gen- oder Stammzelltherapien befinden sich noch in der Entwicklung. Schon eher verfügbar sind Mikrosystemtechniken wie das Retina- oder Cochlea-Implantat, die eine gewisse Erleichterung der Seh- und Hörbehinderung bieten können. Der optimalen Rehabilitation kommt auch heute noch die grösste Bedeutung zu. Auch Selbsthilfeorganisationen haben hierbei eine grosse Bedeutung.

Was ist für die Diagnose entscheidender: Die Diagnose des einzelnen Symptoms oder das Vorliegen des Usher-Syndroms?

Die Diagnose ist oftmals schwierig zu stellen, weil die Symptome Nachtblindheit, Empfindlichkeit auf Lichtveränderungen und einengendes Gesichtsfeld zeitlich versetzt auftreten können. Ein Elektroretinogramm, eine Gesichtsfeld- und Netzhautuntersuchung, legen dann den Verdacht nahe. Eine genetische Untersuchung bestätigt dann die Diagnose. Wichtig ist die möglichst frühe Diagnose, um rechtzeitig Therapie- und Rehabilitationsmassnahmen einleiten zu können. Letztlich ist aber entscheidend, dass jedes Symptom eines Patienten oder einer Patientin bestmöglich erkannt und rehabilitiert wird, egal welche Diagnose am Ende gestellt wird.

Mehr Infos über Prof. Dr. med. Matthias Becker gibt es auf der Website des Stadtspitals Waid und Triemli, Zürich

«Uf Bsuech» bei Ruth Häuptli (TELE M1)

Die CAB-Zentralpräsidentin Ruth Häuptli war am 21. Oktober Gast in der Fernsehsendung «Uf Bsuech» auf TELE M1. Oder besser gesagt: Anna Steiner war bei Ruth Häuptli auf Besuch.

Die CAB-Präsidentin erzählt von der Zeit, als sie als blindes Kind geboren wurde, von ihrer Schulzeit, von ihrem Engagement für die CAB und in der Sehbehinderten-Selbsthilfe, sie erklärt blindentechnische Hilfsmittel sowie die Braille-Schrift. Und: Wie Blinde jassen, natürlich…. – Ruth Häuptli, wie sie leibt und lebt….

Hier geht’s zum Stream

Quelle: TELE M1, «Uf Bsuech»
Erstausstrahlung: 21.10.2020, 18.30 Uhr, Staffel 2020 / Folge 36
Moderation / Interview: Anna Steiner

CAB-Kursteilnehmerin ist Protagonistin in einem sehenswerten Dokumentarfilm

Im Kinodokumentarfilm „VAMOS – Ein neuer Weg“ der Luzerner Regisseurin Silvia Häselbarth Stolz, der am 22. Oktober in die Schweizer Kinos kommt, ist Jacqueline E. eine der vier Protagonisten. Im Film geht es um Wendepunkte im Leben, die einschneidend und prägend waren. Jacqueline E., welche regelmässig an CAB-Kursen teilnimmt, erzählt im Film von der Zeit ihrer Erblindung und ihrem Alltag als Blinde.

Ihre Aussagen im Dokumentarfilm sind informativ und nicht zuletzt auch geeignet zur Schulung von freiwilligen MitarbeiterInnen und Helferinnen und Helfern von Blinden und Sehbehinderten.

Stimmen zum Film:

Nach dem Überraschungserfolg DREI BRÜDER À LA CARTE und FALTEN führt uns Regisseurin Silvia Häselbarth Stolz mit erzählerischem Mut und visuell überzeugend zu den Wendepunkten des menschlichen Lebens.

Vier Menschen um die 50 gelangen – jeder und jede für sich – an einen Punkt in ihrem Leben, der sie dazu zwingt, ihrem weiteren Dasein und Lebensweg eine neue Richtung zu geben, eine Wende einzuleiten, die sie auf neue, unbekannte, teils steinige Pfade führt. Letztlich geht es diesen Menschen darum, ihr Ziel, wieder glücklich zu werden, zu erreichen. In «VAMOS» begeben wir uns zusammen mit den Protagonistinnen und Protagonisten auf eine Reise, die mit einem Abschied beginnt und einem Neuanfang endet.

mehr Infos auf www.film-vamos.ch

Alle Aufführungsdaten von VAMOS in Schweizer Kinos werden laufend auf der Filmwebsite aktualisiert. Dort sind auch weitere Infos zum Film abrufbar: www.film-vamos.ch

Download des Pressehefts von der film-vamos-Website (PDF)

weitere Downloads (Bildmaterial) von film-vamos.ch-Website

Link zum Film-Trailer

Eine Audiodeskription steht in der Kino-Audiodeskriptions-App „Greta“ ab 20. Oktober zur Verfügung.

Mehr Infos zur Kino-Audiodeskriptions-App Greta: ⇒www.gretaundstarks.de/greta/

Text: Roland Gruber