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Blinde er-fahren das Auto

Beitragsbild / Symbolbild: Eine Kursteilnehmerin mit Fahrlehrer im Lehrfahr-Auto

Am 31. Oktober fand der Autofahr-Kurs der CAB mit sechs sehbehinderten / blinden Teilnehmenden statt. Werner Lenzin verfasste einen kurzen Beitrag darüber. Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Lenzin dürfen wir seinen Beitrag auch an dieser Stelle veröffentlichen.

Autor: Werner Lenzin

Publikation in folgenden Medien:

– Weinfelder Nachrichten vom 6.11.2025

– TCS Rundschau Thurgau vom 19.11.2025

Doch vor dem Artikel noch dies: Die CAB organisiert auch im Jahr 2026 in Zusammenarbeit mit dem Verkehrssicherheitszentrum Weinfelden zwei Autofahr-Kurse, einmal als Variante mit Übernachtung im Hotel Arenenberg, einmal als Tagesvariante, beide wiederum unter der Leitung von Theres Raimondi:

11. Juni 2026 bis 13. Juni 2026 – Hotel Arenenberg, Salenstein und Verkehrssicherheitszentrum Weinfelden

Autofahrkurs 16. Oktober 2026 – Verkehrssicherheitszentrum Weinfelden

Blinde er-fahren das Auto

Sechs blinde Menschen fühlten auf dem Gelände der Verkehrssicher-heitszentrum AG und auf Einladung der Schweizerischen Caritasaktion der Blinden (CAB) das Fahren mit einem Auto. Begleitet wurden die Teilnehmenden von einem Team von Fahrlehrer/-innen und Betreuenden.
Von Werner Lenzin

Foto: Gruppenbild Autfahrkurs 31.10.2025
Die Kursteilnehmenden und Fahrlehrerinnen und -lehrer am CAB-Autofahrkurs vom 31. Oktober 2025. Foto: Theres Raimondi

 

«Ich bin seit fünf Jahren Fahrlehrerin und seit drei Jahren selbstständig», begrüsst Jessica Meister die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, einige von ihnen sind ganz blind, andere haben lediglich noch eine Sehkraft von wenigen Prozenten. Ihr Dank gilt den vier Fahrlehrerinnen- und Fahrlehrerkollegen, die den heutigen Tag ermöglichen, aber auch den Begleitpersonen. Andrea Vetsch ist die Bildungsbeauftragte der Schweizerischen Caritasaktion der Blinden (CAB), welche den «halbjährlichen Grand Prix von Weinfelden», wie einer der Anwesenden den Anlass humorvoll bezeichnet, lanciert. Mit dabei ist auch Jacqueline Köhler, Geschäftsführerin der Verkehrssicherheitszentrum Thurgau AG. Nachdem sich alle vorgestellt und über ihre Familien und Hobbys berichtet haben, dürfen die Sehbehinderten ihre Wünsche anbringen bezüglich Automarken und Lehrperson. Dann geht’s ans Eingemachte auf der Piste draussen.

Erleben von Beschleunigen

Einer der Teilnehmenden ist der 59-jährige Donato mit einer Sehkraft von lediglich noch fünf Prozent. Mit Hilfe von Fahrlehrerin Elke Schreiber setzt er sich ans Steuer des bereitstehenden Mercedes. Nach dem Kennenlernen von Lenkrad, Pedale, Schalthebel, Sitzen, Gurten und vielem mehr folgen die ersten einfachen Fahrversuche. Nach der Pause erklärt die Fahrlehrerin: «Nun legen wir den Fokus auf das Erleben von Beschleunigung, Bremsen und Lenken.» Dann folgen für Donato und die anderen Teilnehmenden weitere Fahrversuche. Noch vor der Mittagspause steht das Thema «Notbremsung» auf dem Programm.

Begeisterte Teilnehmende

Nach der gemeinsamen Mittagspause bietet sich den Teilnehmenden die Möglichkeit, an drei Posten das Vorwärts- und Rückwärtsfahren und das Slalomfahren zu erleben. Anlässlich der abschliessenden Feedbackrunde äussern sich Teilnehmenden mit grosser Begeisterung vom Erlebten. Die meisten von ihnen möchten auch das nächste Mal an diesem Event, der in jeder Beziehung eine Bereicherung für sie alle darstellt, wieder dabei sein. Zufrieden sind auch die Fahrlehrer/-innen über den Verlauf des Tages, an dem die Sicherheit auf der Piste der ständige Begleiter war.

Mit dem weissen Stock sicher unterwegs – unsere Aktion in Rapperswil

Beitragsbild: sbv, SBb und CAB zusammen in Aktion am TWS in Rapperswil Foto: Schweizerischer Blindenbund, Julia Angehrn

Auch 2025 war die CAB am Tag des weissen Stocks aktiv – diesmal im Einkaufszentrum Sonnenhof in Rapperswil. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen, dem Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverband (Sektion Ostschweiz, Interessenvertretung) und dem Schweizerischen Blindenbund (Regionalgruppe Zürich), haben wir Passantinnen und Passanten für die Anliegen von blinden und sehbehinderten Menschen sensibilisiert.

Besonders schön: Viele Kinder kamen vorbei und stellten neugierige Fragen. Sie konnten mit verbundenen Augen mit einem weissen Stock einen kurzen Hindernis-Parcours absolvieren. Ein etwa zehnjähriger Junge brachte es auf den Punkt:

«Ich habe gemerkt, dass das für die Blinden blöd ist, wenn ich mein E-Trotti auf dem Trottoir liegen lasse.»

Genau darum geht es: Rücksicht und Verständnis im Alltag. Und eine wichtige Botschaft:

Blinde Verkehrsteilnehmende haben mit dem weissen Stock immer Vortritt – überall, auch ohne Fussgängerstreifen.

Über unsere Aktion berichtete auch TVO – das Ostschweizer Fernsehen in der Sendung «Aktuell». Im Beitrag kommt unter anderem Roland Gruber (Öffentlichkeitsarbeit CAB) zu Wort.

Quelle: Sendung «Aktuell»
Ausstrahlungsdatum: 15. Oktober 2025
Autorin des Beitrags: Rahel Lerch

Hier geht’s zum TV-Beitrag von TVO.


Im Folgenden eine kleine Auswahl weiterer TV-Beiträge respektive einem Radio-Beitrag, die in Zusammenhang mit dem Tag des weissen Stocks zur Ausstrahlung kamen:

TV-Beitrag von Teletop mit Haupt-Protagonisten Reto Frey (Vorstandsmitglied der CAB) und Janka Reimmann:

Quellenangabe: Teletop, 13.10.2025, Autor des Beitrags: Nikita Gudaev

Hier geht’s zum TV-Beitrag auf topnow.


Talk-Sendung «Im Zug mit», ebenfalls von TVO, dem Ostschweizer Fernsehen. Diesmal zu Gast bei Moderatorin Claudia Marty: Gerd Bingemann. Dieser Beitrag dauert gut 21 Minuten.

Quellenangabe zur Sendung «Im Zug mit»:
Ausstrahlungsdatum: 11. Oktober 2025, TVO

Hier geht’s zum Talk-Sendung «Im Zug mit» mit Gast Gerd Bingemann.


Beitrag in der Sendung «Züri-News» von Telezüri mit Haupt-Protagonistin Janka Reimmann.

Quelle: Telezüri, «Züri-News» vom 15. Oktober 2025:

Hier geht’s zum TV-Beitrag aus den «Züri-News» vom 15.10.2025.


TV-Beitrag von Telebärn: Silvia Dintheer, die auch in der CAB engagiert ist, gibt Auskunft, vor allem über schwierige Situationen für Blinde in Zusammenhang mit E-Mobilität.

Quellenangabe: Sendung «Telebärn-News» von Telebärn vom 15.10.2025.
Hier geht’s zum Telebärn-TV-Beitrag mit Silvia Dintheer.


Und hier noch der Hinweis auf einen vertiefenden informativern gut 7-minütiger Radiobeitrag von Radio Life Channel, publiziert als Web-Beitrag mit dem Titel «Weisser Stock: Symbol, Signal und Schlüssel zu Selbstständigkeit»:

Hier geht’s zur Online-Version, publiziert auf erf-medien.ch am 14.10.2025.

Tag des weissen Stocks

Symbolbild: Foto von Claudio Schwarz auf Unsplash

15. Oktober, das heisst für blinde und sehbehinderte Menschen und für die Organisationen im Blindenwesen weltweit: Tag es weissen Stocks. Im Vorfeld dieses wichtigen Sensibilisierungstags war das CAB-Vorstandsmitglied Reto Frey Protagonist in einem News-Beitrag von Teletop.

Quelle: Teletop, 13.10.2025, Autor des Beitrags: Nikita Gudaev

Hier geht’s zum TV-Beitrag auf topnow.

Die CAB engagiert sich auch im Jahr 2025 im Rahmen des Tags des weissen Stocks. Dies an einer Gemeinschaftsaktion, an welcher nebst der CAB die Regionalgruppe Zürich des Schweizerischen Blindenbundes und die Interessenvertretung der Sektion Ostschweiz des Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes beteiligt sind; so ganz nach dem Motto «zäme gots besser».

Ort: Einkaufszentrum Sonnenhof in Rapperswil

Zeit: Mittwoch 15. Oktober von 10 bis 16 Uhr

Erfahren Sie mehr über diese Gemeinschaftsaktion in der Medienmitteilung, verfasst von CAB-Mitarbeiter Roland Gruber.Hier geht’s zum PDF-Download.

Abstimmungsschablone im Testbetrieb

Die Abstimmungsschablone im Einsatz. Foto: © Damian Imhof

Ein jahrelanges Anliegen,
umgesetzt in einem Testbetrieb

Produktbild Abstimmungsschablone
Produktbild der Abstimmungsschablone. Foto: © Damian Imhof. Direkt zur Online-Bestellmöglichkeit im Hilfsmittelshop des SZBLIND.

Die CAB ist Mitglied des SZBLIND, der Dachorganisation im Schweizer Blindenwesen. Der SZBLIND, und auch die CAB und viele weitere Verbände im Blindenwesen, machen sich seit Jahren dafür stark, dass blinde Menschen autonom, also unter Wahrung des Abstimmungsgeheimnisses, abstimmen können.

Ende November ist es so weit: Die Abstimmungsschablone wird im Rahmen der Volksabstimmungen vom 30. November im gesamten Kanton Zürich getestet.

Weitere Informationen zu diesem für blinde Menschen wichtigen Anliegen finden Sie in der Medienmitteilung des SZBLIND und in den Informationen der Bundeskanzlei sowie des Kantons Zürich als «Test-Kanton» der Eidgenössischen Volksabstimmungen vom 30. November 2025.

Medienmitteilung SZBLIND (PDF)

Weblink: Informationen der Eidg. Behörden (Bundeskanzlei)

Weblink: Informationen des Kantons Zürich, Direktion der Justiz und des Innern


Blinde und sehbehinderte Menschen aus dem Kanton Zürich können die Abstimmungsschablone kostenlos im Hilfsmittelshop des SZBLIND bestellen. Hier geht’s direkt zum Produkt mit Online-Bestellmöglichkeit.

Augenblicke 3/2025 ist erschienen

Im Portrait lernen Sie Roger Dietler kennen. Obwohl er praktisch blind ist, leistet er mit einem unglaublichen Erfindergeist seinen Alltag. Als Kursleiter bei der CAB zeigt er anderen Betroffenen, wie sie das technische Hilfsmittel «Milestone» optimal nutzen können. Im Fachartikel erfahren Sie mehr über das kleine Gerät, das für blinde und sehbehinderte Menschen so wertvoll ist. Wir freuen uns zudem, Ihnen Ruth Meier vorzustellen. Mit ihrem Hintergrund im Blindenwesen und einer Leidenschaft für die Arbeit im sozialen Bereich, ergänzt sie seit diesem Frühling das CAB-Team als Sachbearbeiterin in der Kursadministration. Und wie gewohnt bringt uns Roland Gruber in seiner Kolumne die Tücken des Alltags mit einer Sehbehinderung näher. Sensibilisierung ist ein wichtiges Anliegen der CAB. Dazu trägt auch der Tag des Weissen Stocks bei, der jedes Jahr am 15. Oktober weltweit begangen wird.

Hier können Sie AUGENBLICKE 3/2025 herunterladen (PDF).

Ältere Ausgaben finden Sie auf unserer Seite PUBLIKATIONEN.

«In vino Veritas» auf Kanal 9

Beitragsbild: Teilnehmerin beim TV-Interview im Rebberg. Foto: Daniel Borter

Wissen Sie, was «wimde» bedeutet? Es ist übrigens Walliser-Dütsch. Oder sagen sie in Ihrem Dialekt vielleicht «wimmen»? Die 16 blinden und sehbehinderten Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer des CAB-Weinseminars «In vino veritas» wissen längst, dass es ums Weinlesen geht. Und nicht nur das: Sie haben mit eigenen Händen mehrere Tonnen Trauben geerntet. Das diesjährige Weinseminar unter der Leitung von Daniel Borter konnte aufgrund der grossen Nachfrage gleich zweimal hintereinander durchgeführt werden, in Salgesch im Kanton Wallis. Die zweite der beiden Gruppen wurde vom Walliser Fernsehen Kanal 9 begleitet.

TV-Beitrag Kanal 9
Autorin: Silvia Graber
Sendegefäss: «Tagesinfo»
Ausstrahlungsdatum: 24.09.2025
Dauer: 4 min. 06 sec.

Hier geht’s zum Stream des TV-Beitrags.

Das CAB-Weinseminar findet auch 2026 statt. Allerdings nicht im Wallis, sondern im Kanton Thurgau, in der Kartause Ittingen. Datum: 3. bis 7. September 2026. Geleitet wird es von der Önologin und Agrarwissenschaftlerin Laila Grillo.

Zur Kursausschreibung Weinseminar 2026 mit Laila Grillo mt direkter Online-Anmeldemöglichkeit

CAB-Kursprogramm online am 1.9.2025 ab 8 Uhr

Die Spannung steigt: Unser Kursprogramm mit rund 60 Angeboten mit Übernachtung und 25 Tageskursen geht am Montag, 1. September um 8 Uhr online. Schon ab heute, 29. August haben die Hörerinnen und Hörer des sbv-Telefon-Info-Systems VoiceNet und alle, die wollen, die Möglichkeit, sich alle Kursausschreibungen akustisch anzuhören. Wie das alles funktioniert und wie es am Montag mit den Kurs-Anmeldungen ablaufen wird erfahren Sie ab sofort auf unserer Seite Kurse.

Waldbaden – was ist das?

Waldweg

Kurs «Erlebnis Wald» («Waldbaden»)
CAB-Kurs von 22. bis 25. August 2025

im Hotel Mattli Antoniushaus, Morschach

Anmeldeschluss: 23. Juni 2025

Einzelzimmer: CHF 420.-
Doppelzimmer: CHF 380.-

Detailliert Auskunft über diesen einzigartigen Kurs gibt uns die Leiterin des CAB-Kurswesens, Andrea Vetsch, die den Kurs gleich selbst leiten wird.

Sie haben die Wahl, das Interview in einer transkribierten leicht gekürzten schriftlichen Form zu lesen; siehe unten. Oder im sympathischen Originalton von Andrea Vetsch. Hier geht’s zum Audio-Stream:

Die Audio-Datei des Interviews downloaden (rechte Maustaste und „Ziel speichern unter“ oder Link folgen).

Interview und Transkription: Newsletter MITTENDRIN, Roland Gruber

Foto: Andrea Vetsch im Wald in der Nähe des Hotels. Sie lacht und freut sich schon jetzt auf den CAB-Kurs im August.

MITTENDRIN: Andrea, ein Kurs für «Waldbaden». Was ist denn Waldbaden überhaupt?

AV: Ich wusste es früher auch lange Zeit nicht oder habe es falsch verstanden. Es hat nichts mit Badehosen zu tun, vielmehr badet man in der Atmosphäre des Waldes. Es handelt sich um eine japanische Achtsamkeitsmethode. Sie kam in den 1970er Jahren zu uns. In dieser Zeit begann sich unser Leben zu beschleunigen. In Japan fand dieser Prozess schon vorher statt. Es gab dort also schon Fälle von Burnout im Berufsleben. Die Japaner haben sich in jener Zeit überlegt, wie sie dem entgegenwirken können. Achtsamkeits-Praktiken gab es schon seit Längerem. Sie nahmen dann aber die Natur noch dazu und führten die beiden Komponenten (Achtsamkeit und Natur) zusammen. In der Schweiz hingegen kannten wir die Natur schon sehr gut, mit Bergen, Seen und Wald usw. Es gibt auch bei uns Studien die belegen: Die Entschleunigung mit Hilfe der Natur hat nicht nur eine doppelte, sondern eine mehrfache Wirkung auf unser zentrales Nervensystem und hilft somit zur Vorbeugung auf das Ausgebrannt-Sein.

Foto: Gruppenübung im Ausbildungskurs zur Shinrin-Yoku-Gesundheitstrainerin.

MITTENDRIN: Du absolvierst zurzeit eine Ausbildung und holst Dir sozusagen die Tools, um den CAB-Kurs im August leiten zu können. Was ist das für eine Ausbildung?

AV: Ja, ich absolviere derzeit eine Ausbildung zur Shinrin-Yoku-Gesundheitstrainerin. Das ist echt ein Privileg, dass ich diese Ausbildung machen kann. Es entspricht schon seit längerer Zeit meinem Wunsch, diese Ausbildung zu durchlaufen. Ich war nämlich schon immer ein «Wald-Kind», der Wald war mein Lieblings-Spielplatz. Wir hatten Ausbildungsblöcke im Kursraum, aber natürlich meistens im Wald. Es ist echt ein Glück, dass die Ausbildung im «Mattli» in Morschach stattfindet, das ich schon zu einem früheren

Foto: Da ist viel Dynamik in diesen Gruppenübungen. Shibashi im Wald.

Zeitpunkt als Austragungsort für den CAB-Kurs bestimmt hatte. Wir lernen in den verschiedenen Ausbildungsblöcken die Auswirkungen des Waldes auf das zentrale Nervensystem aber auch den Wald als spannenden Lebensraum kennen.

MITTENDRIN: Da musst Du aber keine schriftliche Arbeit verfassen, für diese Ausbildung, oder?

Foto: Die kleinen Dinge, wie eine Blume, sind es oftmals, die im Wald betrachtet und befühlt werden.

AV (lacht): Doch, doch, das habe ich noch vor mir, eine schriftliche Arbeit wird verlangt. Und drei Probelektion muss ich geben, eine davon habe ich schon hinter mir.

MITTENDRIN: Und dann erlangst Du ein Zertifikat?

AV: Ja, dann bin ich zertifizierte Shinrin-Yoku-Gesundheitstrainerin.

MITTENDRIN: Wann ist noch einmal das genaue Datum des CAB-Kurses?

AV: Von Freitag 22. Bis Montag 25. August. Der Kurs findet im Hotel Mattli Antoniushaus, Morschach statt. Anmeldeschluss ist der 23. Juni 2025. Die Durchführung des Kurses ist übrigens bereits gesichert, aber einige wenige freie Plätze gibt’s noch.

Foto: Vieles kann im Wald ertastet werden. Dies wird dann bestimmt auch im CAB-Kurs im August der Fall sein.

MITTENDRIN: Eine wunderschöne Location, das «Mattli» in Morschach…

AV: Ja, ich bin total Fan vom «Mattli». Nur schon die Lage, aber auch die Atmosphäre im Haus; wunderschön! Das «Mattli» ist ein Kraftort. Der Wald ums «Mattli» herum hat auf mich schon fast eine mystische Wirkung.

MITTENDRIN: Muss man für diesen Kurs besonders fit sein?

AV: Nein, eigentlich nicht. Wir praktizieren ja das achtsame Gehen, das ist eher langsam und gemütlich, und wir gehen nicht enorme Distanzen.

Foto: zum Abschluss eine japanische Teezeremonie.

MITTENDRIN: Es gibt Leute, die meinen, da müsse man Bäume umarmen; das stimmt aber nicht?

AV (lacht): Nein. Aber klar, wer will, darf schon Bäume umarmen. Aber eigentlich ist das nicht Teil des Kurses.

MITTENDRIN: Konkret, wie wird es ablaufen im Kurs?

AV: Wir kommen am Freitagnachmittag gemütlich an und werden nach dem Zimmerbezug miteinander einen Apéro einnehmen. Dann gibt es einen ersten Einblick in die Thematik. Am Samstag geht es dann natürlich in den Wald. Ich hoffe, es gelingt mir noch, einen Förster oder einen Waldbiologen als Fachperson hinzuzuziehen. Und am Samstagabend und am Sonntag wird noch Tanja Haas, die vielen von der kath. Behindertenseelsorge in Zürich her bekannt ist, bei uns sein. Sie ist Shibashi-Lehrerin. Shibashi ist eine Form von Qi Gong. In der Ausbildung habe ich gelernt, dass sich Shibashi und Waldbaden wunderbar kombinieren lassen. Ich freue mich riesig, dass Tanja zugesagt hat und wir so auch noch zusätzlich Shibashi-Übungen lernen können.

MITTENDRIN: In der Ausbildung hast Du Waldbaden mit Sehenden gelernt. Wie stellst Du es Dir für blinde und sehbehinderte Teilnehmende vor?

Foto: Andrea Vetsch im Rahmen ihres Ausbildungskurses. Hier entsteht gerade ein Wald-Mandala.

AV: Ja, das wird eine Herausforderung sein, auf die ich mich sehr freue. Man kann beim Waldbaden natürlich sehr viel über den Tast-Sinn spüren. Und auch der Geruchs-Sinn ist wichtig. Schön ist, dass meine Dozentin von der Ausbildung mich in diesem speziellen Prozess begleiten wird, weil sie es sehr spannend findet und weil das offensichtlich bisher für Blinde und Sehbehinderte in der Schweiz noch nicht angeboten wurde.

MITTENDRIN: Vielen Dank, Andrea, für diesen Einblick. Wir wünschen Euch für den Kurs gutes Wetter, das wäre bestimmt noch cool…

AV: Ja, das wäre cool. Aber wir gehen bei jedem Wetter. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Danke.


Hier geht’s zur Kurs-Ausschreibung mit Online-Anmelde-Möglichkeit.

Kurs «Erlebnis Wald» («Waldbaden»)
CAB-Kurs von 22. bis 25. August 2025

im Hotel Mattli Antoniushaus, Morschach

Anmeldeschluss: 23. Juni 2025

Einzelzimmer: CHF 420.-
Doppelzimmer: CHF 380.-

SINNREICH – Eine inklusive Kunst- und Konzertperformance

SINNREICH - Eine inklusive Kunst- und Konzertperformance

Wir möchten Sie auf eine besondere für blinde und sehbehinderte Menschen barrierefreie kulturelle Veranstaltung hinweisen.

SINNREICH– Eine inklusive Kunst- und Konzertperformance

Tasten – Hören – Sehen: Willkommen im Reich der Sinne!

Musik, Kunst und Tanz verschmelzen in einer einstündigen Performance zu einem sinnlichen Erlebnis für Sehbeeinträchtigte und Sehende sowie für Hörbeeinträchtigte und Hörende!

Im Zentrum steht das sinnliche Spannungsfeld zwischen Musik, Kunst und Tanz. Die Kunstobjekte laden ein zum Berühren, Verformen und Ertasten.

Die Musik lässt sich nicht nur hören, sondern ebenso spüren. Auf mehreren Ebenen erreicht auch der Tanz das Publikum: mit Bewegungen in Kombination mit Stimme und Bodypercussion. Durch den offenen Bühnen-und Publikumsbereich verwischen die Grenzen zwischen den Betrachtenden und Performenden, es entsteht eine Verschmelzung der Künste und Sinne.

Gespielt werden Klavierwerke von 9 Komponistinnen aus 3 Jahrhunderten:

u.a. von Mel Bonis, Lili Boulanger, Florence Price, Amy Beach, und Fanny Hensel.

Andrea Isch – Klavier und Konzept
Heidi Kämpfer / Caroline Streuli – Kunstobjekte
Sylvie Chen – Tanz
Antje Brückner / Franziska Feucht – Licht

AUFFÜHRUNGEN:

So 25.Mai 2025, 17:00 Uhr: Zürich, Gemeindestr. 5, Hottingersaal (ausgebucht)

So 15. Juni 2025, 17:00 Uhr: Thalwil, Dorfstr. 65, Schützenhalle (Im Rahmen der Thalwiler Kulturtage)

Fr 12. September 2025, 19:30 Uhr: Bern, Freiestr. 20, Kirchgemeindehaus Paulus

Tickets Zürich & Bern: 40.- / ermässigt 30.-
Thalwil: Im Rahmen der Kulturtage, Eintritt frei, Kollekte (Richtpreis 30 Franken)

Reservation per E-Mail

Weitere Informationen zu SINNREICH: www.andrea-isch.ch/projekte

Download Flyer: barrierefreie Version / grafische Version

Augenblicke 2/2025 ist erschienen

Die mehr als 150 freiwilligen Mitarbeitenden der CAB ermöglichen 1:1-Begleitung in fast allen Kursen. Eine davon ist Gertrud Eberle. Im Porträt erfahren Sie mehr über ihre Beweggründe, Betroffenen ihre Zeit zu schenken. Doch wie bereitet man sich auf eine solche Aufgabe vor? Details dazu erfahren Sie im Fachartikel zum Sensibilisierungstag. In dieser AUGENBLICKE-Ausgabe äussert sich zudem CAB-Geschäftsführer Rudolf Rosenkranz zur Wirkungsmessung der Kurse: Wie lässt sich die positive Veränderung im Alltag der Teilnehmenden messen? Eine grosse Wirkung auf den Alltag sehbehinderter Menschen hatte und hat auch die Brailleschrift, der wir zu ihrem 200-Jahr-Jubiläum einen weiteren Beitrag widmen. Und in seiner Kolumne beleuchtet Roland Gruber wie immer mit viel Humor und Tiefgang das Leben aus der Perspektive eines Sehbehinderten.

Hier können Sie Augenblicke 2/2025 als PDF-Datei herunterladen.

Und auf unserer Seite PUBLIKATIONEN finden Sie ältere Ausgaben unseres Spenden-Magazins AUGENBLICKE.