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Unsere neuen Kursorte haben die „Feuerprobe“ bestanden!

Nachdem nun auch das Zentrum Ländli in Oberägeri mit dem Qigong und Taiji Schnupperwochenende von einer CAB-Gruppe „eingeweiht“ wurde, möchte ich gerne ein paar Eindrücke von den neuen Kursorten teilen.

Ja, wir waren auch ein bisschen aufgeregt und vor allem sehr neugierig, ob sich Teilnehmende und Begleiter wohl fühlen an den neuen Kursorten, die wir ausgesucht haben. Und nachdem nun im Hotel Allegro in Einsiedeln bereits 4 Kurse, im Hotel Leuenberg in Hölstein 1 Kurs und im Zentrum Ländli in Oberägeri 1 Kurs stattgefunden haben, können wir sagen – es funktioniert – sogar viel besser als erwartet. Aus den Reihen der Teilnehmenden und Begleiter hören wir, dass sie sich wohl fühlen, die Zimmer komfortabel sind, das Essen sehr lecker und die Atmosphäre sehr herzlich. Die Teams in den Hotels kommen mit den besonderen Bedürfnisse sehr gut zurecht und reagieren promt, wenn es an etwas fehlt. So gut es eben möglich ist. Im Leuenberg wurde kurzfristig ein Handlauf mit einem Staubsaugerrohr verlängert, im Hotel Allegro wurden Daisy Player und DAB-Radios aus dem IBZ übernommen und sogar für das ganze Material für die Kreativkurse ein Lagerraum zur Verfügung gestellt. Ich bin immer wieder erstaunt und verzückt, wie sehr auf uns „acht gegeben wird“.

Ein grosses Fragezeichen, das wir im Vorfeld gehört haben, war die Anreise und das ‚wie finden wir uns in den neuen Häusern zurecht‘. Die Anreisen waren bisher ebenfalls problemlos. Unsere Begleiter-Engel unterstützen uns dabei sehr. Und selbstverständlich finden wir für jeden eine gute Lösung. Und auch beim zurecht finden in den Häusern sind die Begleiter toll. Natürlich Bedarf es für jeden ein wenig mehr Geduld und ein bisschen weniger Selbständigkeit. Aber ich denke, dass das mit der Zeit, wenn man die Häuser besser kennengelernt hat, auch wieder dazugewonnen werden wird.

Unser Résumee nach 4 Monaten mit den neuen Kursorten: es funktioniert viel besser als erwartet! Danke für euer Vertrauen und das „die Chance und Herausforderung annehmen“!

  Zentrum Ländli, Oberägeri

Hotel Allegro, Einsiedeln

Hotel Leuenberg, Hölstein

Wandern zu Ostern! – es sind noch Plätze frei!

      

 

Osterwanderwoche im Seetal – zwischen Baldeggersee und Hallwilersee begeben Sie sich mit der Kursleiterin Simone Grohrock auf recht einfachen Wegen in die wieder blühende und spriessende Natur hinaus! Vielleicht entdecken Sie den ein oder anderen Osterhasen in den Wiesen? Untergebracht sind Sie im Seminarzentrum Hitzkirch – eine wunderschöne Verbindung zwischen Alt und Neu. Und nach den Wanderungen können Sie im Hallenbad die Muskeln entspannen. Geniessen Sie die Ostertage in Gemeinschaft! Simone Grohrock freut sich auf Sie!

Ihre Spende in guten Händen mit dem ZEWO-Gütesiegel

 

 

„Unsere Organisation ist seit jeher bestrebt, Spenden verantwortungsvoll und im Sinne der Spenderinnen und Spender einzusetzen. Das ZEWO-Gütesiegel zeigt nun unseren Unterstützern auf den ersten Blick, dass wir ihr Vertrauen verdienen.“ Rudolf Rosenkranz, Geschäftsführer der CAB.

Nach dem Entschluss, dass die CAB sich dem anspruchsvollen Prüfverfahren der ZEWO (Schweizerische Zertifizierungstelle für gemeinnützige Spenden sammelnde Organisation) stellen möchte, wurden die von der ZEWO klar definierten Standards bei der CAB in einem recht aufwendigen Prüfverfahren kontrolliert. Das Ergebnis wurde so kurz vor Ende des Jahres verkündet – wir haben bestanden!

Einführungstag für freiwillige Mitarbeitende und Zivis am 1.3.2019

Um unsere freiwilligen Mitarbeitenden und Zivis gut auf ihren Einsatz vorzubereiten und den Umgang mit Blinden und Sehbehinderten zu üben, findet am 1. März 2019 ein Einführungstag statt.

Am Vormittag wird mit einem Theorieteil gestartet. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wird geübt. Ein paar Betroffene werden ebenfalls vor Ort sein um den Tag zu unterstützen.

Als Abschluss gibt es einen Apéro in der unsichtBAR des ehemaligen IBZ.

Über Anmeldungen von interssierten, neuen und auch schon geübteren Begleiterinnen und Begleiter, sowie von Zivildienstleistenden freuen wir uns sehr.

Ort: Gebäude der ehemalige Blindenbibliothek in Landschlacht

Kursleiter: Andrea Vetsch und Roland Gruber

Anmeldeschluss: 20. Februar 2019

Anmelden unter: 044 466 50 66 oder kurse@cab-org.ch

Jahresbericht 2017

Für Blinde und Sehbehinderte bedeuten Veränderungen auch immer Herausforderungen, die nicht immer einfach zu bewerkstelligen sind. Es ergeben sich daraus aber auch Chancen für etwas Neues. Wir packen die Herausforderungen mit einer positiven Haltung an und blicken zuversichtlich in die Zukunft. Lesen Sie dazu unseren Jahresbericht 2017.

Jahresbericht 2017

Faszination Bodenseeraum

Internationale Begegnung für taubblinde und hörsehbehinderte Menschen

Das DKBW und die CAB hatten für die Zeit vom 07. bis 19. Juli 2014 zu einer internationalen Begegnung für taubblinde und hörsehbehinderte Menschen eingeladen. Rund 50 Teilnehmer/innen reisten in froher Erwartung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ins Internationale Blindenzentrum nach Landschlacht. Eva-Maria Müller vom DKBW und ihre Helferinnen und Helfer hatten ein umfangreiches, interessantes Programm vorbereitet.

Zuerst aber durften wir nach der für viele Teilnehmer langen und teils problematischen Anreise „ankommen“. Dazu versammelten wir uns in der schönen Hauskapelle, um innezuhalten und bei Gott das schwere Gepäck unseres Lebens abzustellen. Wir beteten für alle, die daheim bleiben mussten, und jene, die nicht mehr unter uns sind. Wir öffneten uns für das, was diese Tage der Begegnung uns bringen sollten.

Frühaufsteher konnten sich immer schon vor dem Frühstück im Schwimmbad vergnügen. Wenn nichts anderes vorgesehen war, trafen wir uns morgens um 09:30 Uhr im Vortragssaal zum Morgenlob und Tageseinstieg. Auf dem Tisch stand eine Kerze, die immer von einem anderen Teilnehmer angezündet wurde. Wir hörten bzw. spürten durch die Vibration den wunderbaren, beruhigenden Klang von Klangschalen. Für Punktschriftleser bestand das Angebot, das gesprochene Wort am Streifenschreiber mitzulesen, das aber leider nur von einem Teilnehmer wahrgenommen wurde.

Der erste Vormittag war ausgefüllt mit einer Kennenlernrunde und anschließendem Begrüßungstrunk seitens des Hauses. Wer wetterfest war, begab sich am Nachmittag auf eine kleine Wanderung. Regenkleidung war leider auch während der gesamten ersten Woche erforderlich. Der Sommer hatte eine Auszeit genommen.

Ziel unseres ersten Tagesausfluges war die Stadt Lindau. In zwei Gruppen (eine für die Gehörlosen mit Dolmetscherin und eine für die Hörenden und Lormer mit Dolmetscherin) erlebten wir eine sehr interessante Stadtführung. Lindau liegt im Dreiländereck Deutschland/Österreich/Schweiz. Es handelt sich um eine Inselstadt mit 25.000 Einwohnern. Im Sommer kommen sehr viele Touristen nach Lindau. Bis zur Abfahrt des Schiffes um 16:00 Uhr nach Bregenz war Zeit zur freien Verfügung. In Bregenz erwartete uns schon unser Bus zur Heimfahrt nach Landschlacht.

Unsere Fußballfreunde freuten sich immer auf spannende Fußballabende, denn die Weltmeisterschaft in Brasilien war ja noch nicht zu Ende.

Über das Konzil vor 600 Jahren in Konstanz hörten wir einen Vortrag von Hans, bevor uns Ilse zu einer Gymnastikstunde einlud. Da konnten wir dann zeigen, was wir körperlich so

„drauf“ hatten. Wer Interesse hatte, konnte am Nachmittag dieses Donnerstags eine Ausstellung zum Konstanzer Konzil besuchen.

Unser nächster Tagesausflug führte uns nach Wallhausen (Baden-Württemberg). Wir wanderten zur Burgschänke, wo uns Leckeres vom Grill wunderbar schmeckte. Einige unserer Begleiter betätigten sich als Grillmeister, und auch die Sonne war während des gesamten Essens mit dabei. Anschließend bestand die Möglichkeit zur Wanderung nach Dingelsdorf oder der Fahrt dorthin mit dem Bus. Ein Schiff brachte uns mit Umstieg in Meersburg zurück nach Konstanz und von dort unser Bus ins Blindenzentrum. Weil Petrus die Schleusen öffnete, musste das abendliche Lagerfeuer leider ausfallen.

Eine Gymnastikstunde mit Ilse und eine freiwillige Lormrunde für Anfänger und Fortgeschrittene füllten den Samstagvormittag aus.

Inzwischen war Benediktinerpater Peter Dubler aus Basel zu uns gekommen, so hatten wir ab der zweiten Woche auch geistlichen Beistand. Ilse hatte in der Hauskapelle ein selbst gefertigtes Netz auf den Stufen vor dem Altar ausgelegt und für jeden von uns einen Fisch genäht, den man auch als Schlüsselanhänger verwenden kann. Die Aufforderung Jesu an seine Jünger, die Netze zum Fischfang auszuwerfen, war dann auch der Leitgedanke des sehr schönen Gottesdienstes am Sonntagmorgen. Sunnhild verschönerte die Feier mit ihrem Flötenspiel.

Beim Restaurant „Schiff“ in Altnau bestand nachmittags die Möglichkeit zum Baden. Für die Sportfreunde unter uns sollte dieser Sonntag noch sehr lang werden, denn erst in der Verlängerung des Spiels zwischen Deutschland und Argentinien fiel das erlösende einzige Tor: Deutschland ist Weltmeister!!!

Nicht nur draußen wurde es jetzt schnell warm. Im Tropenhaus „Masuala“ in Zürich erlebten wir nach dieser langen Fußballnacht subtropische Temperaturen und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Einige von uns kletterten auf einen Aussichtsturm. Je höher, desto heißer und höher die Luftfeuchtigkeit. Tropische Pflanzen konnten angefasst werden, Papageien waren zu hören und unsere Begleiter sahen Affen in den Bäumen herumturnen.

„Campus Galli“ heißt eine mittelalterliche Klosteranlage in Meßkirch. Diese wird nach einem damals nicht verwirklichten Bauplan jetzt gebaut. Ob Weber, Zimmerleute oder die fleißigen Frauen am Spinnrad, alle zeigten uns bereitwillig ihre Arbeiten. Aber hier wird nicht nur mittelalterlich gehandwerkert, alle, die auf der Baustelle beschäftigt sind, tragen auch mittelalterliche Kleidung. Im nächsten Jahr soll die Klosteranlage fertig sein. Auf dem Gelände begegnete uns auch ein mittelalterlich gekleideter Bettler und sammelte Spenden, auf die dieses Projekt sehr angewiesen ist. Mittags gab es „Dünli“, ganz dünn ausgerollter Teig, belegt mit Speck und Zwiebeln, für die Vegetarier mit Gemüse, der im Holzofen gebacken wurde.

Nach Gymnastik und Lormrunde war am Mittwochnachmittag Tretbootfahren auf dem Bodensee angesagt. Wer wollte, konnte auch ins Wasser springen, eine Wohltat bei den inzwischen hochsommerlichen Temperaturen! Im IBZ wird im Sommer das Abendessen im Freien serviert. Wir freuten uns, dass dies wenigstens in der zweiten Woche unseres Aufenthaltes möglich war. Die meisten von uns ließen den Sommerabend auf der Terrasse ausklingen, einige wenige aber fanden sich zu einer freiwilligen Gesprächsrunde mit Pater Dubler zum Thema „Trauer“ zusammen.

Unser letztes Ausflugsziel war der Flughafen Kloten in Zürich. Wieder wurden zwei Gruppen in der schon erwähnten Aufteilung gebildet. Mitarbeiter des Flughafens vermittelten uns, was alles geschieht, bevor man überhaupt ein Flugzeug besteigen darf. Wir mussten Sicherheitswesten anziehen, die Taschen leeren und wurden mit dem Körperscanner durchleuchtet. Es war interessant, aber so mancher von uns würde doch viel lieber mal im Cockpit eines Flugzeuges sitzen.

Der Abschiedsabend war gekommen, und diesmal klappte es mit dem Lagerfeuer! Norbert hat ein von ihm selbst geschriebenes Gedicht vorgelesen, das unten abgedruckt wird. In lockerer Runde verflogen die Stunden. Erst weit nach Mitternacht verließen die letzten Gäste das Lagerfeuer.

Im Abschlussgottesdienst dankten wir für alles, was wir erlebt haben, und für die Menschen, denen wir begegnen durften.

Die Durchführung einer solchen Veranstaltung bedarf sorgfältiger Planung und monatelanger Vorbereitung. Unser Dank gilt allen, die zum Gelingen beigetragen haben, besonders aber jenen Menschen, die für uns gehört, gesehen und die uns ihre helfenden Hände gereicht haben. Ohne all diese Menschen wäre die Welt für taubblinde und hörsehbehinderte Menschen licht- und lautloser. Der Termin für die nächste Sommerfreizeit im IBZ Landschlacht steht schon fest: 04.-18.07.2015. Freuen wir uns darauf!

Annette Simmet

Kapuzinerkloster Saint – Maurice

Die Gruppe unserer Sektion Notre Dame de la Lumière hat sich für die letzten Tage ihres Jubiläums einen ganz besonderen Ausflug aufgespart. Das Kapuzinerkloster bietet die perfekte Kulisse zu diesem Anlass. Der Geistliche Thomas Roedder wird uns auf dem chemin des Stèles direkt zum legendären Ort des Martyriums führen. Unter anderem werden wir die schöne Basilika mit ihrer imposanten Tür besichtigen können . Am Mittwoch Vormittag kommen wir in den Genuss eines kleinen Konzertes. Der Domherr Atanasiadès präsentiert uns „sein“ Instrument auf wunderbare Weise. Unser Geistlicher, Jean-Michel, wird uns später dabei unterstützen, das gemeinsam Erlebte zu verarbeiten. Selbstverständlich werden auch Momente des geselligen Beisammenseins und des gegenseitigen Austausches nicht zu kurz kommen. Den letzten Tag verbringen wir gemeinsam mit den Schwestern des Klosters Saint-Maurice in Bex, denn auch sie dürfen das 150-Jahr-Jubiläum ihrer Kongregation feiern. Somit bleibt uns nur, Gott zu loben und ihm für seine Treue zu danken.

 

Music is life

In bin sehr beeindruckt, mit wie viel Herz und Talent die beiden Kursleiterinnen Irene Gehring und Ruth Bieri, uns in dieser Woche etwas von ihrer Liebe zur Musik weitergegeben haben. Wie am Ende des Kurses für die Beiden sicherlich sehr mühevoller Arbeit mit uns Hobbymusikerin so ein stimmungsvolles, anspruchsvolles Konzert zustande kommen konnte, dass mich persönlich beim Musizieren selber sehr berührt hat. Ich danke aus ganzem Herzen, dass es Menschen gibt, die uns Blinden so etwas bieten und mit so viel Herz und Konsequenz mit uns arbeiten. An unsre Fähigkeiten glauben, sodass man sich am Ende wieder selbst mehr zutraut. Die Freude an der Musik war für mich in jeder Minute spürbar und begleitet mich nun in meinem Alltag. Mein allergrösster Dank und Hochachtung vor eure Arbeit.

Kursfeedback von B. N.